Beiträge aus dem Online-Dialog
Welches Umweltthema braucht mehr Aufmerksamkeit?
Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
Zwischen dem 17.2. bis 26.3.2010 haben viele Bürger und Bürgerinnen dem Bundesumweltministerium ihre Meinung zu diesen Fragen mitgeteilt. Wir danken allen, die sich beteiligt haben! Der zusammenfassende Auswertungsbericht wird in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.
Das sagen andere
Klimaschutz
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Grün in der Stadt
Aus langjährigen Untersuchungen ist bekannt, dass Bürger, Unternehmen und Kommunen unisono öffentliche Grünflächen zur Erholung, als Ausgleich für versiegelte Flächen, zur Verbesserung der Luftqualität und als Standortfaktor erwarten. Bei aller Funktionalität ist nicht zu vergessen, dass sie das Grün auch als Schmuck wünschen - und dass Städte sich in ihrem Marketing auch gerne grün geben. Dennoch ist das Grün in der Stadt vielerorts ein Stiefkind - angeblich aus Kostengründen. Wir meinen, es sei angebracht, nicht nur eine kostenorientierte, sondern vor allem eine leistungsorientierte Debatte zum Grün in der Stadt zu führen. Nicht zuletzt kann dies dazu beitragen, dass Politik und Verwaltung in der Öffentlichkeit im Wortsinne als Träger öffentlicher Interessen verstanden werden. Deshalb ist die Sensibilisierung der Bevölkerung und der Entscheidungsträger in den Kommunen von großer Bedeutung. Es muss gelingen, eine breit getragene Aktivierung zu mobilisieren, damit das Grün in der Stadt seinen Nutzen spürbar entfalten kann. Nicht zuletzt im Wissen um die demographische Entwicklung in unseren Städten ist eine veränderte Grünpolitik angezeigt. Jeder Bürger sollte fußläufig eine Grünfläche erreichen können. Übrigens empfielt der Deutsche Wetterdienst aus stadtklimatologischen Gründen dasselbe: Eine klimaverträgliche Stadt benötige einen Grünflächenanteil von mindestens einem Viertel ihres Gebiets. Hierfür reiche aber nicht ein zentraler großer Park. Es komme künftig darauf an, viele grüne Inseln mit mindestens einem Hektar Fläche zu schaffen.
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Kommentare
Es ist wichtig, dass Grün in der Stadt und Natur stärker in das Blickfeld der Politik gehören. Der ökonomische Wert von Grün für unsere Gesellschaft liegt viel höher als allgemein angenommen. Dazu muss das Bewusstsein in Bezug auf den Wert von Grün deutlich gemacht werden. Dabei ist es wichtig, zusammen mit Partnern aus Europa Erfahrungen auszutauschen und sich für mehr Grün in der Stadt einzusetzen.
Es ist wichtig, dass Grün in der Stadt und Natur stärker in das Blickfeld der Politik gehören. Der ökonomische Wert von Grün für unsere Gesellschaft liegt viel höher als allgemein angenommen. Dazu muss das Bewusstsein von Entscheidungsträgern in Bezug auf den Wert von Grün deutlich gemacht werden. Dies kann nur durch einen guten Informationsaustausch wirkungsvoll gelingen.
Dabei ist es entscheidend, zusammen mit Partnern aus Europa, Erfahrungen auszutauschen und sich für mehr Grün in der Stadt einzusetzen.
Meine vollste Unterstützung! Was wäre Berlin ohne den Tiergarten, München ohne den Englischen Garten und New York ohne Central Park. Stadtbewohner drängen ins Grüne, das Freizeitverhalten unterliegt einem Wandel: kurze Wege, Picknick im Park, Nordic Walking oder Joggen. Eine verantwortliche Stadtplanung geht auf diesen Wandel ein und investiert nicht nur in Planung und Bau sondern auch in die Unterhaltung von Freianlagen.
Auch ansprechendes, gewerbliches Grün wird zunehmend als Visitenkarte eines Unternehmens betrachtet, reduziert den Krankenstand und die Fluktuation der Arbeitnehmer und ist als weicher Standortfaktor nicht zu unterschätzen.
Ich wünsche mir mehr Grün in den Städten, nach dem Motto: Grün ist nicht alles - aber alles ist ohne Grün nichts!
Wie wahr! Es kann nicht darum gehen, pauschal "Mehr Grün" zu fordern, sondern individuell dem Standort angemessene Lösungen zu finden. "Der richtige Baum am richtigen Ort" hat zu tun mit der zur Verfügung stehenden Grundfläche und dem möglichen Kronenvolumen, dem Licht- und Wasserangebot, der Windexposition ... aber auch mit praktischen Fragen wie Laubart und -menge oder Fruchtbehang. In jedem Fall ist es angebracht, dass dem Grün in einer frühen Planungsphase Aufmerksamkeit geschenkt wird und dass fachkompetente Menschen involviert sind. Grünplanung aus dem städtischen Abfall- und Entsorgungsamt ist jedenfalls nicht zu empfehlen.
Ja! Aber: sinnvolles Grün! Grün ist nicht gleich Grün. Ein regelmäßig kurz gehaltener Rasen hat fast keinen Wert für den Naturhaushalt und kostet viel Energieeinsatz. Eine selten gemähte Wiese dagegen bringt Artenvielfalt und Freude. Einzelne Koniferen und Rhododendren - o.k., aber heimische Bäume und Sträucher sollten überwiegen - für Insekten und Vögel und damit auch für uns Menschen!
Die ökologische Wohlfahrtswirkung von Grün in den Städten wird vielfach unterschätzt und von vielen Verantwortlichen und Entscheidungsträgern nicht gesehen. Grün wird meist nur als Kostenfaktor wahrgenommen.
Ich unterstütze außdrücklich diesen Beitrag!
Verfasst von Bettina Holleczek am 19. Februar 2010
Städte können punkten, wenn sie ihren Bürgern die Kombination von Arbeiten, Wohnen und Leben im Grünen ermöglichen. Grün bringt Lebensqualität - vor allem innerstädtisch. Atmosphäre schafft in meinen Augen eben kein noch so neu gestalteter, "pflegeleicht" gepflasterter Marktplatz ohne Raum für Bäume und attraktiv gestaltete Pflanzbeete.
Es müsste mehr passieren, um den Bürgern die Bedeutung vom Grün in der Stadt deutlich zu machen - historisch, wirtschaftlich und vor allem sozial. Grüne Städte sind gesünder, freundlicher, friedlicher und einfach lebenswerter. Für alle. Junge, Familien und Alte. Wonach sehnen wir uns derzeit: Dass draußen die Bäume endlich wieder grün sind und wir uns gern draußen bewegen und erholen können.
Ein sehr guter Vorschlag! Leider fällt das Thema Grün in der Stadt viel zu oft
dem Rotstift anheim. Die Verantwortlichen in der Stadt wissen nicht um die positiven Wirkungen des Grüns.