Beiträge aus dem Online-Dialog

Welches Umweltthema braucht mehr Aufmerksamkeit?
Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

Zwischen dem 17.2. bis 26.3.2010 haben viele Bürger und Bürgerinnen dem Bundesumweltministerium ihre Meinung zu diesen Fragen mitgeteilt. Wir danken allen, die sich beteiligt haben! Der zusammenfassende Auswertungsbericht wird in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.

Das sagen andere

Naturschutz & Landschaftspflege

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Gila Weber | 18. Februar 2010 - 5:25

Stuttgarter Schlossgarten und Mineralquellen werden gefährdet durch Bahn-Projekt Stuttgart 21

Bereits für Februar 2010 ist der Baubeginn von »Europas größter Baustelle« (Werbeslogan der Projektbetreiber!) angekündigt. Der beliebteste Stuttgarter Park wird einer der Hauptleidtragenden sein. Als eine der ersten baunotwendigen Maßnahmen würden an die 300 stadtklimatisch höchst wertvolle Bäume gefällt, um für die Tiefbahnhofgrube sowie die umfangreiche Baustellenlogistik Platz zu schaffen. Eine fast 200-jährige Platanenallee ist gefährdet. Weil die Tiefbahnhofbaustelle am tiefsten Punkt des Stadtkessels in einem ehemaligen Sumpfgebiet liegt, unter dem große Ströme an Grund- und Mineralwasser fließen, muss der Grundwasserspiegel mit Hilfe starker Pumpen um mehrere Meter abgesenkt werden, damit die Baugruben nicht voll laufen mit der möglichen Folge, dass nach und nach die Wurzeln auch weiter entfernt stehender Bäume trocken fallen.
Um diesen in allen Schichten der Bevölkerung beliebten und entsprechend frequentierten Park mit seinem jahrhundertealten Baumbestand, seinen schönen Liegewiesen und Zusatzattraktionen wie Biergarten, Boule-Bahnen, Schachfeldern, Monumenten, der Kleinkunstbühne im Landespavillon und dem Planetarium vor zerstörerischen Bauprojekten gleich welcher Art zu schützen, wurden Internet-Seiten ins Netz gestellt, worauf sich bereits mehr als 7000 Bürger registriert haben.
Gegen das Projekt Stuttgart 21 wurden im Vorfeld schon mehr als 61.000 Unterschriften gesammelt. Auch bei mehreren Umfragen stößt das Projekt auf große Ablehnung in der Bevölkerung.

Lösung:
Wegen Stuttgart 21 müssen im Schlossgarten über 250 Großbäume gefällt werden. Während der jahrelangen Bauzeit muss das Grundwasser abgesenkt werden, wodurch die übrigen Bäume zu vertrocknen drohen. Durch die umfangreichen Tunnelbauten ist eine Gefährdung der Mineralwasserquellen wahrscheinlich. Bei Kopfbahnhof 21 bleiben der Schlossgarten und das Mineralwasser unberührt.
Kopfbahnhof 21 hat erheblich geringere Eingriffe in die Parkanlagen zur Folge. Auf den freiwerdenden Gleisflächen kann eine wesentlich niedrigere und lockere Bebauung verwirklicht werden, da kein so großer Vermarktungsdruck besteht. Somit wird das empfindliche Stuttgarter Stadtklima geschont. Das denkmalgeschützte Ensemble des Stuttgarter Hauptbahnhofs bleibt erhalten. (www.kopfbahnhof-21.de)

Themenbereich: 
Naturschutz & Landschaftspflege
Schlagworte: 
Flächenverbrauch
ÖPNV
Gewässerschutz

Kommentare

Der Protest in Stuttgart gegen dieses größenwahnsinnige und naturzertörende Projekt wächst zunehmend. ARD und ZDF sowie Zeitungen wie dei FAZ, Zeit und demnächst der Stern, berichten darüber.

Ich unterstütze diesen Kommentar!

ich würde es sehr bedauern, wenn ich mindestens 10 Jahre nicht mehr im Park mit dem Rad fahren kann und im Sommer ins Bad Berg!
www.parkschuetzer.de - tragen doch auch sie sich ein!

Liebe Gila,
es sind amtlicherseits bestätigt sogar 283 Bäume. Mit der Grundwasser-absenkung könnte schon diesen Sommer begonnen werden.

www.parkschuetzer.de schon fast 10.000 Einträge!

Um den denkmalgeschützten Hauptbahnhof zu retten und die Alternative K21 zu ermöglichenwelche den Park verschont, kann man auf der Seite
www.hauptbahnhof-stuttgart.eu den Spendenaufruf (roter Button) für die Klage der Erben des Bahnhoferbauers Paul Bonatz gegen die Bahn unterstützen.

Sylvia Heimsch

lasst dem park seine bäume und den menschen ihre erholungsgebiete!

Ergänzend zum Widerstand in der Bevölkerung ist noch anzumerken:

Von Anfang an war das Projekt umstritten und die Bahn hat es Mitte der 1990er Jahre nur auf Drängen der Politik überhaupt halbherzig verfolgt. Schon damals gab es deutlichen Widerspruch aus der Bevölkerung.
Die Planungen wurden von der Bahn 1999 eingestellt (unwirtschaftlich, ungeliebt bei der Bahn, keine Akzeptanz bei der Bevölkerung).
Erst 2001, nachdem die Stadt Stuttgart der Bahn das Gleisvorfeld für 460 Millionen Euro abgekauft hat (im Übrigen ohne dafür bisher einen Zugriff auf das Gelände zu haben und mit Verzicht auf Miete / Zinsen in Höhe von 212 Millionen Euro), wurden die Planungen wieder aufgenommen.
Was sich in der Zwischenzeit an dem - von der Bahn ja zugegebenen - verfehlten Projekt geändert hätte wurde nie klar.
Ebensowenig ist dem Bundestag das Wirtschaftlichkeitsgutachten des Projektes vorgelegt worden, mit der Begründung es sei ein Betriebsgeheimnis. Nur ist der Staat zu 100 % Eigentümer des Staatsunternehmens Deutsche Bahn.

Ein kleiner Exkurs zum Denkmalschutz in Baden-Württemberg. Mit der Großen Verwaltungsreform des damaligen Ministerpräsidenten Teufel wurde das Landesamt für Denkmalschutz in das Regierungspräsidium integriert. Die untere Denkmalschutzbehörde wurde in das Baurechtsamt der Stadt Stuttgart eingegliedert. Der Bonatz-Bahnhof steht unter § 12 des baden-württembergischen Denkmalschutzgesetztes und ist als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung in die Denkmalliste eingetragen. Ebenfalls steht der denkmalgeschützte Bonatz-Bahnhof unter Urheberrechtsschutz. Eine Petition im Bundestag ist seit 03.01.2009 (!) in parlamentarischer Prüfung, eine europaweite Petition ist noch in der Mitzeichnungsphase. Interessierte können sich unter der Webseite hauptbahnhof-stuttgart.eu informieren.

Die Kostenfrage der geplanten größten Baustelle Europas (!) wurde noch nicht ausreichend beleuchtet.

Seit Beginn der Planungen wurden die Kosten allein für die Tieferlegung des Bahnknotens Stuttgartmit 2,8 Milliarden Euro veranschlagt. Inzwischen sind die Kosten des gründlichst berechneten Projekts bereits auf 4,1 Milliarden Euro (!) gestiegen.
Der Risikofonds wurde bereits zu einem großen Teil vor dem symbolischen Baustart verbraucht. Der Bundesrechnungshof hat den Bund gerügt und 5,3 Milliarden Euro berechnet. Unabhängige Gutachter kommen auf noch höhere Kosten.
Für die Neubaustrecke wurden von der Bahn 2 Milliarden Euro kalkuliert. Die Streckenführung soll mit Tunnelbohrungen durch die Schwäbische Alb, die bekannt für ihre zum Teil wasserführenden Höhlen im Karstgestein ist, führen.
Die Planfeststellungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen und weitere Schwierigkeiten treten zu Tage. Der geplante Fildertunnel am Flughafen ist nur für S-Bahnen zugelassen. Die Bahn versucht eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, damit auch andere Züge den Tunnel befahren können. Das Eisenbahn-Bundesamt lehnt die bisherigen Planungen zu Recht wegen Sicherheitsmängeln ab. Es ist absehbar, dass auch hier die Kosten steigen werden, wie übrigens bei allen Bahnprojekten sichtbar ist.

Außerdem verhindert dieses größenwahnsinnige Projekt (ARD, Panorama http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama422.html) weitere Eisenbahninfrastrukturprojekte, wie den Ausbau der Rheintalstrecke, die 1996 in einem Staatsvertrag mit der Schweiz zur Sicherung der Leistungsfähigkeit
des Zulaufes zur neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) vereinbart wurde.

Diese von Bahn und Projektbeteiligten immer geleugneten Streichlisten wurden dem Bundestag inzwischen präsentiert.

Auch wird das "Bahn-Projekt" Stuttgart 21 nur zu einem verhältnismäßig kleinen Teil durch die Bahn finanziert. Sieht man die Kostenaufteilung auf der Webseite des Projektes, ist allein schon optisch im Tortendiagramm klar, dass das nicht der Fall ist. Zieht man dann noch den Erlös der Bahn aus dem Verkauf der Grundstücke an die Stadt Stuttgart = 460 Millionen Euro ab und die erlassenen Zinsverbindlichkeiten = 212 Millionen Euro, stellt sich die Kostenaufteilung noch eindeutiger dar. Somit ist Stuttgart 21 eben kein Bahn-Projekt, siehe auch Bericht des Bundesrechnungshofes aus 2008.

Die Beteiligung der Bahn an der Neubaustrecke nach Ulm ist derzeit gleich Null.

Genaueres zu den Gutachten können Interessierte auf der Webseite kopfbahnhof-21.de erfahren.

Der breite Widerstand in der Bevölkerung äußert sich z.B. in seit 20 Wochen stattfindenden Montagsdemonstrationen um 18 Uhr vor dem Nordausgang des Stuttgarter Bonatz-Bahnhofs.
Die Parkschützer haben Mahnwachen jeden Samstag von 14-17 Uhr am Widerstandsbaum im Schlossgarten initiiert.

Inzwischen nehmen überregionale Medien, z.B. DIE ZEIT, FRONTAL 21, PANORAMA das Thema auf.

Die Stuttgarter Mineralquellen stellen nicht nur das zweitgrößte Mineralwassersystem in Europa dar:

Es gibt 19 Brunnen, davon besitzen 13 Brunnen das Prädikat "Staatlich anerkannte Heilquelle".

Sauberes Wasser wird auf unserem Planeten immer wertvoller werden.

Es darf nicht sein, dass uns durch sinnlose Großbau-Projekte der Bahn, die sie zu maximal 1/3 finanziert (alle weitere Kosten trägt die Stadt, die Region, das Land, der Bund, also der Steuerzahler), das Wasser abgegraben wird.

Weiter profitieren 3 städtische Bäder von den Mineralquellen: MineralBad Cannstatt (verfügt über 4 unterschiedliche Heil- und Mineralquellen, die zu den Säuerlingen und Solewassern zählen), Leuze Mineralbad (verfügt über 2 stark kohlensäurehaltige Heilquellen und 1 Mineralquelle) und Mineral-Bad Berg (Es fließen täglich 5 Millionen Liter natürliches Mineralwasser aus 5 Quellen durch die Schwimmbecken im Innen- und Außenbereich. Die hohe Schüttungsmenge der Quellen macht weder eine Chlorierung noch eine Umwälzung oder Wasseraufbereitung notwendig).

Ein Verlust nur einer Quelle dieser Qualität wäre unersetzlich.

Wie ich eben erfahren habe, sieht es schlecht aus für die Mineralquellen:

[...] Der Normalfall für eine Erstellung einer Baugrube in einem solchen Gebiet wäre eine Bauweise, die zumindest zeitlich begrenzt eine Grundwasserabsenkung vorsieht. Bei einer Grundwasserhaltung wird mit Brunnen der Grundwasserspiegel in der Baugrube abgesenkt und das abgepumpte Grundwasser abgeleitet. Der Grundwasserspiegel unter den umliegenden Liegenschaften wird dabei ebenfalls betroffen, da sich der Grundwasserspiegel in Form eines Absenktrichters je nach Durchlässigkeit des Untergrundes, Durchlässigkeit des Grundwasserhorizontes, Absenktiefe und Dauer der Absenkung bis in mehrere Kilometer Entfernung absenken kann. [...] http://www.patent-de.com/19990429/DE19525590C2.html

Ich möchte mit meiner Frage an die in einem Kommentar unten genannten besonderen geologischen Verhältnisse anknüpfen.

Es würde mich interessieren, in welcher Form in den Ausschreibungen der einzelnen Baumaßnahmen auf eben diese Gefahren hingewiesen werden. So dürfte das Bohren in einer Anhydritschicht doch sicher nicht zum alltäglichen Erfahrungsschatz aller an der Ausschreibung teilnehmenden Unternehmen zählen?

Wie sieht es mit der Bauaufsicht aus? Ist beim Stuttgarter Bahnhofsbau/Tunnelbau eine grundsätzliche Trennung von Bauausführung und Bauaufsicht gewährleistet? Oder vielleicht doch nicht, so wie beim Bau der U-Bahn in Köln?

Guten Abend!

Ich bin Rentnerin und habe (fast) mein ganzes Leben in meiner geliebten Heimatstadt Stuttgart verbracht. Fassungslos musste ich miterleben, wie noch lange nach dem Krieg das wunderschöne Kaufhaus Schocken des berühmten Architekten Erich Mendelsohn abgerissen wurde (Das Gebäude hatte den Krieg fast unbeschädigt überlebt!). Andere Gebäude in Stuttgart konnten nur knapp der damals herrschenden Abrißwut entgehen, so z.B. auch die Markthalle, auf die wir Stuttgarter heute doch recht stolz sind!

Nun sollen also weitere, von den Stuttgartern geliebte Wahrzeichen wie der Hauptbahnhof und der Schlossgarten dem Wahnsinnsprojekt S21 zum Opfer fallen, das, wie sich nach und nach herausstellt, vollkommen unnütz ist, dafür aber Unsummen an Geld verschlingen und eine ernste Gefahr für Natur, Stadt und die hier lebenden Menschen darstellt.

Ich habe zuvor noch nie in meinem Leben an einer Demonstration teilgenommen.
Seit Januar dieses Jahres hat sich das aber geändert. Ich gehöre nun auch zu den vielen Demonstranten, die sich jeden Montag vor dem Nordausgang des Bahnhofs zusammenfinden – trotz bisher zumeist eisigen Temperaturen! Und ich stelle fest, dass der Widerstand gegen S21 keineswegs nur der Protest meiner Generation ist, die von Herrn Völkel aus der Jungen Union so unmöglich beleidigt wurde. Im Gegenteil! Es protestieren alle Altersgruppen. Es protestieren die Bürger Stuttgarts, und zwar gut informiert über die Gefahren und den vorgetäuschten Nutzen von Stuttgart 21.

(Die überlieferten Worte des Herrn Völkel wollen mir einfach nicht aus dem Kopf und ich möchte diese sinngemäß wiedergeben: Ihn widere die überhebliche Verhinderungspolitik der Alten gegen Stuttgart 21 an, diese Alten hätten in den vergangenen Jahre vom Wohlstand der Stadt profitiert, hätten ihre Schäfchen im Trockenen, scheuten Veränderungen und verbauten somit der Generation des Herrn Völkel die Zukunft. Ein wörtliches Zitat (nachzulesen in einem Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 28.1.2010) von Herrn Völkel möchte ich widergeben: "Wenn wir schon eure Rente bezahlen müssen, dann lasst uns auch die Zukunft gestalten.")

Es protestieren alle Altersgruppen. Es protestieren die Bürger Stuttgarts, und zwar gut informiert über die Gefahren und den vorgetäuschten Nutzen von Stuttgart 21.

Nai hemmer gsait in Wyhl - noa sage mr en Schduegerd! On des soooo laaaang bis aus S e K -21 wird. Quod erat dictum.

Ich möchte eine Frage zum Thema Überwachung des Grundwassers vor und während der Bauarbeiten zu S21 stellen.

Unter der Überschrift "Die Vorarbeiten laufen..." auf http://www.stuttgart-baut.de/bauprojekte.cgi?a=projekt_uebersicht&id=24 ist folgendes zu lesen:

"Bereits Ende 2008 begannen erste Erkundungsbohrungen im Bereich des Schlossgartens: Vor Beginn der Bauarbeiten zu Stuttgart 21 muss die Deutsche Bahn AG in Messreihen die Qualität und Quantität des Grundwassers dokumentieren. Die gutachterlich bestätigten Ergebnisse aus insgesamt fünf Bohr- und Erkundungsprogrammen bilden die Basis für ein aufwendiges Grundwassermanagement. 80-90 Messstellen werden während der Baumaßnahmen permanent den Grundwasserstand überwachen und die Entnahme hydrochemischer Proben ermöglichen. So können bei Abweichungen und Veränderungen während des Bauablaufs frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um den Schutz des Grundwassers sicherzustellen."

Verstehe ich das richtig: Die Deutsche Bahn AG dokumentiert(e?) in Meßreihen Qualität/Quantität des Grundwassers? Kann/darf die Bahn das denn überhaupt?

Steht das nicht in Widerspruch zur Anweisung dieses Ministeriums http://www.bmu.de/gewaesserschutz/fb/grundwasserschutz/doc/3178.php
Dort lese ich auf der Seite ganz unten:

"Die systematische Überwachung des Grundwassers obliegt den Bundesländern."

OOps, der Gast vorher war ich !!!
Über die Bäume (von Walburga)

Eine etwa 100 Jahre alte Buche sollten Sie sich etwa 20 m hoch und mit etwa 12 m Kronendurchmesser vorstellen. Mit mehr als 600 000 Blättern verzehnfacht sie ihre 120 qm Grundfläche auf etwa 1200 qm Blattfläche. Durch die Lufträume des Blattgewebes entsteht eine Gesamt- Oberfläche für den Gasaustausch von etwa 15 000 qm, also zwei Fußballfeldern! 9 400 l = 18 kg Kohlendioxid verarbeitet dieser Baum an einem Sonnentag. Bei einem Gehalt von 0,03 % Kohlendioxid in der Luft müssen etwa 36 000 cbm Luft durch diese Blätter strömen. Die in der Luft schwebenden Bakterien, Pilzsporen, Staub und andere schädliche Stoffe werden dabei größtenteils ausgefiltert. Gleichzeitig wird die Luft angefeuchtet, denn etwa 400 l Wasser verbraucht und verdunstet der Baum an dem selben Tag. Die 13 kg Sauerstoff, die dabei vom Baum durch die Fotosynthese als Abfallprodukt gebildet werden, decken den Bedarf von etwa 10 Menschen. Außerdem produziert der Baum an diesem Tag 12 kg Zucker, aus dem er alle seine organischen Stoffe aufbaut. Einen Teil speichert er als Stärke, aus einem anderen baut er sein neues Holz. Wenn nun der Baum gefällt wird, weil eine neue Straße gebaut wird, oder weil jemand sich beschwert hat, dass der Baum zu viel Schatten macht oder gerade dort ein Geräteschuppen aufgestellt werden soll, so müsste man etwa 2000 junge Bäume mit einem Kronenvolumen von jeweils 1 cbm pflanzen, wollte man ihn vollwertig ersetzen. Die Kosten dafür dürften etwa 150 000,- ? betragen. Mehr unter http://www.die-gruene-stadt.de.

Grüße
Jürgen Reinel
Parkschützer 3178 / Stufe 3

Über die Bäume,

Eine etwa 100 Jahre alte Buche sollten Sie sich etwa 20 m hoch und mit etwa 12 m Kronendurchmesser vorstellen. Mit mehr als 600 000 Blättern verzehnfacht sie ihre 120 qm Grundfläche auf etwa 1200 qm Blattfläche. Durch die Lufträume des Blattgewebes entsteht eine Gesamt- Oberfläche für den Gasaustausch von etwa 15 000 qm, also zwei Fußballfeldern! 9 400 l = 18 kg Kohlendioxid verarbeitet dieser Baum an einem Sonnentag. Bei einem Gehalt von 0,03 % Kohlendioxid in der Luft müssen etwa 36 000 cbm Luft durch diese Blätter strömen. Die in der Luft schwebenden Bakterien, Pilzsporen, Staub und andere schädliche Stoffe werden dabei größtenteils ausgefiltert. Gleichzeitig wird die Luft angefeuchtet, denn etwa 400 l Wasser verbraucht und verdunstet der Baum an dem selben Tag. Die 13 kg Sauerstoff, die dabei vom Baum durch die Fotosynthese als Abfallprodukt gebildet werden, decken den Bedarf von etwa 10 Menschen. Außerdem produziert der Baum an diesem Tag 12 kg Zucker, aus dem er alle seine organischen Stoffe aufbaut. Einen Teil speichert er als Stärke, aus einem anderen baut er sein neues Holz. Wenn nun der Baum gefällt wird, weil eine neue Straße gebaut wird, oder weil jemand sich beschwert hat, dass der Baum zu viel Schatten macht oder gerade dort ein Geräteschuppen aufgestellt werden soll, so müsste man etwa 2000 junge Bäume mit einem Kronenvolumen von jeweils 1 cbm pflanzen, wollte man ihn vollwertig ersetzen. Die Kosten dafür dürften etwa 150 000,- ? betragen. Mehr unter http://www.die-gruene-stadt.de.

Grüße
Jürgen Reinel
Parkschützer 3178 / Stufe 3

Wir finden hier im Projekt Sarg-21 eine vorbildliche Kollektion von Beispielen wie man es nicht machen sollte, das sind:

- Nichtbeachtung der geologischen Verhältnisse
- Inkaufnahme der hohen Risiken die sich aus Punkt 1 ergeben
- Ignorieren von Naturschutz
- Außerkraftsetzen von Denkmalschutz
- Zerstören einer funktionierenden Bahn-Infrastruktur
- Ersetzen derselben durch ein europäisches Bahn-Nadelöhr
- Städteplanerisches Horrorszenario
- Ignorieren der Bürgermeinung
- Zerstörung der guten Lebensbedingungen der Stuttgarter Bürger für viele Jahre
- Zweifelhafte Versprechungen für den "Wiederaufbau" Stuttgarts
- Verfolgen veralteter Konzepte um jeden Preis
- Diebstahl am Gemeinschaftseigentum
- Belastung aller Bundesbürger die mit Ihren Steuern dieses unsinnige und überteuere Prestigeprojekt der Bahn mitfinanzieren müssen.
- Festhalten der Bahn an diesem Prestigeprojekt obwohl es wichtigere Projekte gibt für die nicht mehr genug Gelder vorhanden sind und die dadurch auf Jahrzehnte blockiert werden.
- Argumente, die (sogar von Laien) nach geringem Nachforschungsaufwand als Lügen enttarnt werden können.
- Die versprochene Kommunikation ist eine Farce, auf Anfragen bei den Verantwortlichen erhält man vorgefertigte Textbausteinantworten mit den kopierten Ausschnitten aus dem Planfeststellungsbescheid, das ist uns aber zuwenig, und von einem Dialog meilenweit entfernt.
- Alternativen werden schlechtgerechnet und als nicht existent bezeichnet, sachliche Argumente mit der Begründung das Sarg21 unumkehrbar sei vom Tisch gewischt.
und und und, die Liste läßt sich noch beliebig ergänzen, aber ich glaube das reicht mal für's erste.

Liebe Grüße und OBEN BLEIBEN
Jürgen Reinel
Parkschützer 3178 Stufe 3

Die besonderen geologischen Verhältnisse in Stuttgart stellen ein sehr großes Risiko dar. Das Schicksal der Stadt Staufen könnte auch Stuttgart ereilen.

Zur Situation in Staufen:
http://www.planetopia.de/archiv/2009/planetopia/03_29/32.html http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/staufen-hebt-sich-weiter-x1x

Auch in Schorndorf bei Stuttgart quillt der Boden
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/suedwest/nach-staufen-leidet-...

Ich frage nun:

Welche besonderen Maßnahmen werden die Bauherren von Stuttgart 21 ergreifen, um mit dem Bahnhofs- / Tunnelbau nicht ähnliche Katastrophen auszulösen.

Wie groß wäre der Bereich in der Innenstadt Stuttgarts, der von einer Bodenhebung betroffen wäre und wie stellt man sich die Evakuierung / Rettung /Sanierung der betroffenen Gegend vor?

Wer würde im Ernstfall für den entstandenden Schaden aufkommen?

Werden die Bürger Stuttgarts rechtzeitig vor Beginn der einzelnen Baumaßnahmen informiert?

Es wäre nun wirklich an der Zeit, diese Fragen zu beanworten, trotz oder gerade wegen des bereits erfolgten "offiziellen" Baubeginns.

Seit 1987 steht der Stuttgarter Hauptbahnhof als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung (nach § 12 DSchG) unter Denkmalschutz. Wenn ich das richtig verstehe, bezieht sich das auf den gesamten Bahnhofsbau. Im Zuge der Baumaßnahmen für Stuttgart 21 sollen nun aber unter anderem auch die beiden Seitenflügel dieses einmaligen Gebäudes, einem Wahrzeichen Stuttgarts, abgerissen werden. Übrig bliebe dann nur ein Torso des früheren Bahnhofsgebäudes, dessen ursprünglicher Charakter damit wohl zerstört wäre. Ich frage mich nun, ob Denkmalschutz wirklich echten „Schutz“ bedeutet, oder nur eine unverbindliche Empfehlung ist. Ein weiteres Beispiel aus Mannheim untermauert meine Befürchtung http://www.rhein-neckar-industriekultur.de/voegele/index.php Ich zitiere wörtlich den ersten Absatz: „Zwei denkmalgeschützte historische Industriebauten bei Vögele in Mannheim sind vom Abriss bedroht. Vögele hat in erster Instanz den Prozess um die Abrissgenehmigung gewonnen. Laut Gericht sei das „öffentliche Interesse“ nicht so groß, um den Abriss zu verbieten.“

Es ergibt sich die Frage, welche denkmalgeschützten Gebäude wir schon aufgrund von „mangelndem öffentlichen Interesse“ (oder aber im naiven Glauben an einen echten Denkmalschutz!) verloren haben.

Diese Frage lässt sich auch auf den Naturschutz übertragen. Die Rodung des Naturschutzgebietes Sürther Aue (siehe auch http://www.suerther-aue-retten.de/Zerstoerung-der-Suerther-Aue.151.0.html) hat mein Vertrauen in denselben erschüttert.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Denkmal- und Naturschutz bei Bedarf wirtschaftlichen Interessen geopfert werden.

Wie konnte es so weit kommen?

Vielen Dank für diese ausführliche Darstellung. Einen Aspekt möchte ich noch hinzufügen. Der Stuttgarter Bahnhof ist im heutigen Zustand, laut vieler Sachverständiger,u.a. Herrn Hopfensitz, ehemaliger Bahnhofsvorstand, leistungsfähiger, als der geplante Tiefbahnhof. Es muss stark befürchtet werden, dass dies auf Kosten des Nahverkehrs geht. Dies wäre für den Großraum Stuttgart eine weitere erhebliche Beeinträchtigung und Verschlechterung, da für Stuttgart ein Zuwachs des Individualverkehrs mit PKWs ( zudem noch ohne die "grüne Lunge" des Parks) verhehrend wäre. Schon jetzt ist die Feinstaubbelastung extrem hoch.
Sofia Hanel
parkschuetzer Nr.29

...ne_Anlagen.pdf

http://www.privatbahnen.com/pdf/2009-02-23_NP_an_RP_wg_PlanfeststVerf_oh...

Wie kann etwas, was erstens so kompliziert und schwierig zu bauen ist und daher nicht abschaetzbar teuer wird, und zweitens kleiner und schon vor Baubeginn an den zu erwartenden Grenzen der Belastbarkeit geht, mit solche tollen werbetechnisch geführten Worten umschrieben werden. von heute 16 Bahngleisen, welche sehr häufig wartende Züge und damit im Zugverkehr einen Puffermechanismuß darstellen, aufnehmen auf 8 Bahngleise verkleinerten Bahnhof, als Innovative Knotenlösung mit Zukünftiger Öffnung von Osteuropa beschrieben, sind einfach aneinander gereihte Worte welche nicht den Tatsachen entsprechen. Als kleiner Junge hatte ich schon andere Erfahrungen als ich meine Eisenbahn zusammenbaute und versuchte mit mehreren Zügen gleichzeitig zu fahren. Heute als Ingenieur kann ich nur staunend den Kopf schütteln über solche einen Entwurf, bzw. über die Planfeststellungstexte, wenn ich sie nicht selbst gelesen hätte, ich würde es nicht glauben mit welchen Lücken ein solches Projekt planfestgestellt wird.
Da sehen die Ratsmitglieder nur noch die Städtebaulichen Möglichkeiten, aber mal ehrlich wer will denn da wohnen, in solchen Häuser ? Dort kommt keine frische Luft hin, dort ist der Dunst am stärksten der Krach am lautesten und die Königsstrasse schon lange zu Ende. Es wurden alle Zahlen des Bedarfs eines solchen Projektes geschönt. Die tatsächlichen Zugzahlen liegen heute 5 Jahre vor Projektions Zeitpunktt weit unterhalb derer welche zurm Bedarf herangezogen wurden. Hierzu nachzulesen auf der Seite: http://www.privatbahnen.com/pdf/2009-02-23_NP_an_RP_wg_PlanfeststVerf_oh...
Die Beschreibung dass man schneller nach Ulm kommt ist sehr einseitig. Die Pendler die zur Zeit per Bahn aus Cannsatter richtung in den bahnhof fahren müssten in zukunft 4 Minuten längere Fahtrzeiten , da sie in einem grösseren Bogen in den bahnhof einfahren in Kauf nehmen, damit 100 die nach Ulm wollen schneller dort ankommen. Wer aus der Region fährt mit dem Zug zum Flughafen? Wieso sollten die alle erst nach Stuttgart fahren, nur um dann wieder zurück zum Flughafen, macht für mich ebenso wenig Sinn. Menschen aus Esslingen dem Filstal usw. haben in der Luftlinie eine kürzere Strecke zum Flughafen als über das Dreieck Stuttgart.
Wieso wird beschrieben, dass dieses Projekt ein Bahnprojekt ist obwohl alles Geld der Steuerzahler zahlen muss ? Die Bahn verkauft ihre Gleisflächen und zahlt ihren Anteil an dem Projekt mit diesem Geld, der Rest muss die Stadt, das Land und der Bund aufbringen. Wieso wurden nie die Nutzer dieses Projektes zu Rate gezogen?
Man kann ab heute sofort mit dem Projekt aufhöhren und hätte noch keinen Verlust erlitten. Die heute damit Beschäftigten müssten einfach die Kopfbahhoflösung betreuen. Die Bauzeiten würden immernoch eingehalten und die Kosten würden 2/3 tel weniger sein, selbst wenn man "die Reparaturzahlungen" der aufgekündigten Verträge hinzu zieht..

Auch wenn ich mich jetzt vielleicht unbeliebt mache, aber ich möchte Sie, Herr Stefan Raufer fragen, ob Sie sich nicht im Forum geirrt haben?

Ich kann Ihren Ausführungen leider nicht folgen.

Zerstört das Stuttgarter Bahnprojekt das Mineralwassersystem?
Das ist leider zu befürchten und muß unter allen Umständen verhindert werden.
Bitte lesen Sie dazu auch den Artikel, den Herr Dr. Husemann aus Stuttgart bereits 1998 in der Fachzeitschrift Der Merkurstab (Heft 6, 1998) veröffentlichte.
zu finden unter:
http://kopfbahnhof-21.de/fileadmin/bilder/stellungnahmen/husemann.pdf

Ein kleiner Auszug hieraus:

Unseren Mineralquellen fehlt der Quellenschutz

Für Hauptstädte wie Budapest oder Wien ist ein strenger Quellenschutz selbstverständlich. Unser Heilquellenschutzgebiet wurde vom Geologischen Landesamt entworfen, aber bis heute wurde versäumt, es rechtskräftig anzuerkennen!

Wendet man die von der "Länderarbeitsgemeinschaft Wasser " erarbeiteten Richtlinien auf unser Heilquellenschutzgebiet an, dürfen der neue Tiefbahnhof und das neue Stadtgebiet nicht gebaut werden. Jede der Baumaßnahmen, die zu den Konfliktpunkten führen, darf in den Zonen A und B nicht durchgeführt werden. Tunnelbauten dürfen nicht erstellt werden usw. Also alles, was die Deutsche Bahn AG bauen möchte.

Grüße
Jürgen Reinel

Meldung in der Stuttgarter Zeitung vom 10.3.10, S. 19: "Am Stuttgarter Neckartor ist der Jahresgrenzwert 2010 für die Belastung mit krebserregendem Feinstaub, den die Europäische Union festgelegt hat, schon jetzt deutlich überschritten." - Auf der anderen Seite sollen wegen S21 hunderte große Bäume im Schlossgarten abgeholzt werden. Wo bleibt da die Nachhaltigkeit?! - Da werden dann eben irgendwelche chemischen Lösungen an besonders belasteten Verkehrspunkten auf die Straßen gesprüht, um den Feinstaub zu binden...
S21 ist ein ökonomisch und ökologisch unsinniges Projekt, das gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit durchgeboxt werden soll. Hier werden Demokratie und nachhaltiger Umgang mit der Ressource Natur mit Füssen getreten!

Deshalb:
Montagsdemo (jeden Montag 18.00 h Hauptbahnhof Stuttgart - Nordausgang) und www.parkschuetzer.de.

Nun dass die Wahrheit nicht geliebt wird
und gerne unter den Tisch gekehrt wird, ist mir bekannt.
Deshalb die fehlenden Quellenangaben zu meinem gelöschten Artikel.
Das Weikerheimerkreis und Pius-Bruderschaft zu den Holocaust-Leugner zählen,
lief in den letzten Jahren, Monat durch alle Massenmedien, außer vielleicht der Springer-Presse. Das besagter TBM-Hersteller aus dem badischen ein Nazi ist, weiß ich aus dem persönlichen Zwiegespräch mit einem meiner Prof's aus dem Studium des Bauingeniuerswesens, er selbst ist wie zumindest meine Vorharen väterlicher seits, jiddischer Konfession. Das der letzte polnische Papst NSDAP Mitglied war und der Jetzige seine private Meinung vor allem in "Der Aula" dem Presse-Organ der Pius-Bruderschft kundtut,
ist im jiddischen Forum in einem Artikel über religösen Fanatismus nachzulesen. Das die NPD sich als Nachfolgeorganisation der NSDAP versteht,
nun dazu befragt man am besten einmal den Verfassungschutz,
auch dann gleich, was eigentlich hinter dem gescheiterten Verbotverfahren wirklich steckt. Das S21 Anfang des Jahrtausends wieder ins Leben gerufen wurde, um einer Augsburger Bau-Firma, die es heute nicht mehr gibt; und der Stuttgarter Bau-Firma Züblin, welche heute lediglich noch die Hochbau-Abteilung einer in Wien ansässigen Baufirma ist,
welche in den Neuenziger durch Straßenbau in Ost-Deutschlan bereits Pleite war, einen Milliarden Auftrag zuzuschanzen; nun das pfeifen die Spatzen von den Dächern und ist eben so klar, wie das 1+1 = 2 ist, außer man meint 1 + 1 gibt eine Halbe und einen Kurzen. Ich bin weder politsich noch religös engagiert, ebenso wenig journalistisch, aber Angesicht anderer Präsidenzfälle in dieser Stadt, gefälschte Hitler-Tagebücher vom Kilau, der Meinung; wenn sich da mal wer dahinter klemmt, für den Purlitzer-Preis würde das schon reichen. Nächt'le und ein bisschen mehr Zivil-Courage tue ich Euch wünschen, nicht nur immer im Geld hinterher rennen. Ich bin auch kein Radikaler und verstehe ins Besondere nicht die linke Szene in dieser Stadt mit den RAF-Sprüchle, weil Die sind in den 70'ern einfach den falschen Nachgelaufen, vor allem im Angesicht der Terroranschläge bei der Olympiade 72 in München. In Stuttgart ist eben Alles falsch rum, aber das passiert Einem öfters, wenn man sich für die Größten hält. µ :'-D

S21 ist das dümmste aller Projekte, welches mir je untergekommen ist.
Wegen der Löschung meines vorherigen Beitrages; Ich wollte noch nie den Pulitzer Preis, dennoch bin ich von der Richtigkeit meiner Angaben selbst überzeugt; Sie stammen meist aus allen zugänglichen Quellen, Funk und Fernsehen; und nur weniges aus dem persönlichen Bereich, Boldung und Arbeit. Es sollte auch nur ein Spotlight setzen.

Wenn man vor allem im Sommer (bei entsprechender Wetterlage auch im Winter) von einer der zahlreichen Aussichtplattformen in den Stuttgarter Talkessel schaut, sieht man häufig die Dreck-Dunstglocke auf halber Höhe hängen. Durch die extreme Kessellage funktioniert dann das Nachströmen der Frischluft in den Innenstadtbereich eher stockend, der Dreck hängt in der Luft im Kessel. Es ist unverantwortlich, die Bevölkerung Stuttgarts über mindestens eineinhalb Jahrzehnte - realisitisch eher länger - der erhöhten Schadstoffbelastung durch die gigantische Baustelle auszusetzen - bei gleichzeitiger Abholzung der ohnehin schon jetzt so dringend benötigten grünen Lunge der Stadt. Im unmittelbaren Bereich der S21 Baustelle befinden sich Schulen, Stuttgarts Einkaufsmeile, Büros, und soweiter. Man setzt hier Jung und Alt wohl auf gut Glück nicht absehbaren Belastungen aus, um ein Projekt auf Teufel komm raus durchzuboxen, das das grüne Gesicht Stuttgarts auf Jahrzehnte entstellen wird. Den Kopfbahnhof in vernünftigem Rahmen modernisieren, oben bleiben, sauber bleiben!

Als Ergänzung zu meinem Beitrag:

Die Stuttgarter Mineralquellen stellen nicht nur das zweitgrößte Mineralwassersystem in Europa dar:

Es gibt 19 Brunnen, davon besitzen 13 Brunnen das Prädikat "Staatlich anerkannte Heilquelle".

Sauberes Wasser wird auf unserem Planeten immer wertvoller werden.

Es darf nicht sein, dass uns durch sinnlose Großbau-Projekte der Bahn, die sie zu maximal 1/3 finanziert (alle weitere Kosten trägt die Stadt, die Region, das Land, der Bund, also der Steuerzahler), das Wasser abgegraben wird.

Weiter profitieren 3 städtische Bäder von den Mineralquellen: MineralBad Cannstatt (verfügt über 4 unterschiedliche Heil- und Mineralquellen, die zu den Säuerlingen und Solewassern zählen), Leuze Mineralbad (verfügt über 2 stark kohlensäurehaltige Heilquellen und 1 Mineralquelle) und Mineral-Bad Berg (Es fließen täglich 5 Millionen Liter natürliches Mineralwasser aus 5 Quellen durch die Schwimmbecken im Innen- und Außenbereich. Die hohe Schüttungsmenge der Quellen macht weder eine Chlorierung noch eine Umwälzung oder Wasseraufbereitung notwendig).

Ein Verlust nur einer Quelle dieser Qualität wäre unersetzlich.

Ergänzend dazu: Der Bonatz-Bahnhof wurde in einem ehemaligen Sumpfgebiet auf Eichenpfählen gebaut.

@ Sybille Kleinicke: Da steckt System dahinter. Wenn das Grundwasser abgesenkt wird, hält das auch der Untergrund des Bahnhofsturms nicht aus. Er wird dann "leider" nicht standhalten und wegen Einsturzgefahr ebenfalls abgerissen werden müssen. Dann hätte auch Herr Wittwer sen. seinen Willen: In seinen Augen ist der Bonatz-Bau eine lästige Barriere, die die Königstraße vom neuen Gelände trennt. Pekunia non olet? DAS stinkt zum Himmel!

Walburga Bayer

Stuttgart 21 ist unnütze Geldverschwendung verbunden mit Zerstörung von Natur (Schlossgarten) und Kultur (Seitenflügel des Bonatz-Bahnhofs).

Leider muss ich noch einen anderen Kommentar loswerden. Was Herr Raufer da unten schreibt: [Zitat von der Moderation gesperrt.*]. grenzt an Verleumdung. Herr Raufer darf gern einmal einen Gottesdienst der Pius-Bruderschaft in Stuttgart-Feuerbach besuchen. Dort wird er weder Industriegrößen noch Politiker finden.

[* Das Zitat wurde von der Moderation gesperrt, weil auch der Kommentar, in dem sich das Zitat fand, gesperrt wurde. Die Sperrung erfolgte, weil dort ohne Quellenangabe gravierende Behauptungen über einzelne Personen aufgestellt wurden. Sie finden die Regeln des Dialogs hier: http://mitreden-u.de/node/13. - 8.3.2010, Christina Rucker (Moderation)]

Gestern Nacht habe ich noch einen Bericht zum Thema U-Bahn-Bau Köln gesehen. Dort wurde gezeigt, weshalb das Stadtarchiv eingestürzt ist. Wenn der Grundwasserspiegel zu weit abgesenkt wird, dann kann das passieren. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass sich dieselben Baufirmen um das Projekt Stuttgart 21 bewerben, die in Köln gepfuscht haben, wird mir angst und bange. Weder die Gebäude sind sicher, geschweige denn die Mineralquellen, die in Deutschland einzigartig sind. Wenn Stuttgart 21 durchgezogen wird, dann sehe ich schon, dass es kein Bad Cannstatt mehr geben wird. Und ich ahne, dass einige Gebäude in der "Grube" versinken. Ich habe kein Vertrauen in die Baufirmen, geschweige denn in die Bauaufsicht. Denn jeder Bau, der in den letzten Jahren mit Milliarden-Aufwand durchgezogen wurde, hat erhebliche Mängel. Mal fallen Glasteile runter (bei einem "kleinen Stürmchen"), mal brechen ganze Mauerteile ab. Ich werde garantiert nicht mehr Zug fahren, denn ich habe kein Vertrauen in die Tunnelbauer (fehlende Stahlträger etc.). Oder wird der teilweise Einsturz von Gebäuden billigend in Kauf genommen, um eine Prestigeobjekt durchzuziehen? Dafür darf man kein Stückchen Natur mehr opfern.

Stuttgart 21 wird als Stadtentwicklungsprojekt ausgegeben.
Dem Projekt liegt meines Erachtens ein rein quantitativer und materieller Fortschritts- und Entwicklungsbegriff zugrunde. Mehrung des materiellen Wohlstands und Konsumbefriedigung sind die vorrangigen Maximen dieses Projekts. Angesichts der Tatsache, dass die Schere zwischen Reichen und Armen in unserem Land unt weltweit seit Jahren immer weiter auseinander klafft und damit Wohlstand und Konsumbefriedigung für alle ohnehin zur reinen Illusion macht, sind mit diesem Entwicklungsbegriff objektive Gefahren verbunden: die Gefahren massiver ökologischer Katastrophen sowie sozialer Verwerfungen.
Ich fordere alle politisch Verantwortlichen und meine Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer von Grund auf veränderten Leitvorstellung von Entwicklung und Fortschritt auf, die endlich Schluss macht mit dieser eindimensionalen und letzlich katastrophalen Entwicklungsvorstellung und Naturverträglichkeit und soziale Gerechtigkeit zu vorrangigen Bezugspunkten von Entwicklung macht und in diesem Sinne unser Gemeinwesen umbaut und entwickelt. Diese Umkehr in die Zukunft beginnt gewiss im persönlichen Alltag, muss aber endlich politisch enrst genommen werden!
Wenn ein angebliches Stadtentwicklungsprojekt, bei dem eine biologische Oase mitten in einer Großstadt zerstört wird, die wie keine andere von Feinstaub belastet ist, durch das Umweltministerium unseres Landes nicht verhindert wird, dann frage ich mich, wozu wir dieses Ministerium überhaupt haben - außer eben zu Alibizwecken.
Wolfgang Schiegg, Parkschützer

Für alle, die den Frontal-21-Beitrag vom 2. März über Stuttgart 21 nicht sehen konnten, hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=Iju3JnZIX68

Unser schöner Bonatz-Bahnhof muß als Gebäude auf jeden Fall renoviert werden, das ist unausweichlich obwohl er mir nicht wie Ötti sagt "Marode" vorkommt, desweiteren muß unbedingt die S-Bahn aus den Bahngleisen ausgeschleift werden, da sie (aufgrund von kurzsichtiger Planung bei deren Bau) pro Richtung je ein Zu- und Abfahrtsgleis belegt die für Regional- und Fernverkehr gebraucht würden, desweiteren müssen Weichen mit größeren Radien eingebaut werden damit die ICE's schneller einfahren können und als drittes sollten die alten Gepäckbahnsteige als Fahrgastbahnsteige ausgebaut werden damit die ein und aussteigenden Fahrgäste entzerrt werden können das sind meines momentanen Kenntnisstandes entsprechende dringende Maßnahmen die unseren Kopfbahnhof für die Zukunft fit machen würden, und das sollte doch mit einer deutlich geringeren Investition als S-21 zu machen sein.
Flughafenanbindung - nun bevor man über eine ICE Anbindung redet wäre wichtiger das die Bahn/VVS/SSB es erst mal hinbekommen das man von überall wenigstens den ersten Flieger morgens mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann, das gleiche gilt für die späten Abendstunden, dann kann man sich vielleicht mal über eine Anbindung mit ICE unterhalten.
Nun muß das wirklich unbedingt sein? Die Stuttgarter fahren mit Sicherheit nicht mit dem ICE zum Flughafen, wir haben die S-Bahn Anbindung das reicht für uns, die Anbindungen wären aus der Schwarzwaldgegend, Tübingen, Kirchheim, Ulm vermutlich toll, aber essentiell wichtig? wenn dafür die Regio Verbindungen nach Stuttgart Kopfbahnhof zuverlässig laufen, ok, läßt sich vermutlich drüber streiten.
Über eines bin ich mir aber schon jetzt sicher, der Regionalflughafen Stuttgart Echterdingen wird auch durch die ICE Anbindung kein Internationaler Hub wie Frankfurt, da müßten noch einiges an Filderkrautfeldern weichen und das will auch keiner - ist auch gut so.
Stuttgart 21 ja oder nein, aus unserem großen Dörfle wird nie eine Internationale Metropole und soll ich Euch was sagen - es ist gut so, denn Stuttgart hat Herz und Flair, Stuttgart braucht kein Europäisches Kunstherz, sondern lebt dies schon seit Jahrzehnten, Stuttgart braucht sich vor Europa nicht im Untergrund verstecken sondern kann sich sehen lassen. Und deshalb müssen wir unsere Stadt vor der dunklen Seite der Macht schützen, auf das irgendwann Ihre von einer Isolierschicht aus Geldbündeln umwickelten Gehirnwindungen wieder mit Verstand und frei entscheiden mögen.

Liebe Grüße
Jürgen Reinel
Parkschützer 3178 Stufe 3

Die Mehrheit der Stuttgarter spricht sich GEGEN S21 aus. Jeder der dies ignoriert, die Abholzung stadtklimatisch notwendiger Großbäume zulässt und die Mineralwasserquellen gefährdet, handelt NICHT im Sinne der Demokratie!
Wir wollen KEIN Stuttgart 21!

wir brauchen diesen unteririschen Bahnhof überhaupt nicht, da wir einen wunderbaren Kopfbahnhof haben. Der soll ruhig renoviert werden aber ansonsten ist jeder Euro zum Fenster rausgeworfen und soll lieber für die Bildung unserer Kinder (unserer Zukunft) ausgegeben werden. Der Beitrag gestern von Frontal 21 war ganz gut, um das Thema auch ausserhalb von Stuttgart bekannt zu machen. Wir Stuttgarter wollen diesen unteririschen Bahnhof nicht!!!!!!!

Den geplanten Mord an Stuttgarts grüner Lunge und Perle werden die Stuttgarter nicht zulassen - ob mit oder ohne Politiker! Entweder die Politiker sowie Bahnchef Grube wachen in letzter Minute noch auf, oder sie werden im Herzen der Stadt ihr Fiasko / Waterloo / Wackersdorf II erleben!!

es ist ein wenig schwierig hier herein zu finden (vor allem für Ältere, die bei weitem deshalb nicht unnütz sind), ich bin überzeugt, es wären eine große Anzahl Unterstützer hier zu finden! Wenn nur "die große Politik" mal unter die Menschen gehen würde und zuhören .... und sich dann selber fragen, was ist wirklich wichtig: das Wohl der Menschen zu vertreten, oder Macht- und Geldinteressen?

Der Stuttgarter Schlosspark mit seinen alten Bäumen ist ein wunderschöner alter Park, der in vieler Weise sehr wertvoll für das Leben der Menschen und Tiere im Kessel ist. Er ist schlicht und ergreifend unersetzbar.

Der Park ist nicht nur ein Ruheort in einer immer beschleunigenderen Gesellschaft, jeder dieser großen Bäume
* absorbiert pro Jahr ca. 2,5 Tonnen (!) CO2
* produziert ca. 9.000 Liter Sauerstoff am Tag
* bindet bis zu 1.000 kg (Fein-)Staub im Jahr
* zieht über die Wurzeln ca. 20.000 Liter Wasser im Jahr, welches zu einem Teil wieder verdunstet und dadurch eine kühlende Funktion auf die Umgebung hat
* verringert Bodenerosion
* dient als Sicht-, Lärm- und Windschutz
* bietet Lebensraum für zahlreiche Arten

Wir können es uns schlicht weg nicht leisten diesen Park oder auch nur Teile des Parkes abzuholzen.

Es spricht so viel dagegen, dass es mir unerklärlich ist, wie so eine Entscheidung überhaupt fallen konnte. Ich möchte, dass unser Park so erhalten bleibt, wie er jetzt ist!

Morrighan

Und für alle, die an Hintergrundinformation zu diesem Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21 interessiert sind, hier folgende Links:

Bahnchef Grube zu den Kosten: www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/985262/
DIeses Interview ist heute, Dienstag 02. März 2010, in einer Reportage über Stuttgart 21 in der Sendung Frontal um 21 Uhr zu sehen.

Außerdem empfehle ich den Vortrag eines Geologen zum Thema Gibskeuper/Anhydrit. In Staufen im Breisgau steigt der Boden Monat für Monat um einen Zentrimeter!!! Viele Wohnhäuser sind extrem gefährdet. Der Stuttgarter Wagenburgtunnel war ursprünglich mit zwei Röhren geplant. Diese zweite Röhre konnte wegen Anhydrits NICHT gebaut werden. In Unmittelbarer Nähe dieses Tunnels soll nun jedoch der neue Bahnhof unter der Erde gebaut werden. Was passiert mit den Häusern und seinen Bewohnern in unmittelbarer Nähe dieser Baustelle??? www.youtube.com/watch?v=TfOmNl_Rs2Y

Und wer einen Vorgeschmack darauf, wie der Schlosspark, dessen respektable Bäume ZWEI WELTKRIEGE überstanden haben, nach einem Kettensägemassaker aussehen wird, haben möchte, wird hier fündig: http://www.suerther-aue-retten.de/Flugblaetter-Plakate-Postkarte.150.0.html

Wir werden das verhindern!
www.kopfbahnhof-21.de

Walburga Bayer
Pakrschützerin 373

Die Natur, die, wie jeder wissen sollte, der wichtigste Faktor für die Gesundheit der Menschen ist, darf nicht unter der Profitgier einiger weniger leiden, auch wenn es "nur" ein Park und kein Regenwald ist.
Der Schlosspark ist Naherholungsgebiet für tausende!
Die Bevölkerung hat sich gegen Stuttgart 21 und für den Park entschieden, aber Politik und Geldgeber der Politik (die Bahn AG in diesem Fall) übergehen den Willen des Volkes für ein völlig überteuertes Prestigeprojekt!
Deshalb:
Für den Schlosspark!
Für reinere Luft in Stuttgart!
Für die Rechte der Menschen auf Mitbestimmung in der Politik!

GEGEN STUTTGART 21!

Viele Grüße!

Kevin (Parkschützer 7847)

P.S.: Falls jemand diese Beiträge liest, der noch kein Parkschützer ist, UNTERSTÜTZT UNS! Denn dieses Thema geht alle an, und JEDE STIMME ZÄHLT!!!

Ich unterstütze alle Beiträge gegen Stuttgart 21 aus vollstem Herzen.
Es gibt tausend Gründe gegen dieses Prestigeprojekt, aber keinen Grund dafür! OBEN BLEIBEN!

Nachtrag:
Aus Unwissenheit und weil das offenbar auch ohne Registrierung möglich ist, habe ich schon meinen Kommentar als Gast am 1. März 2010 abgegeben. Ich bleibe natürlich bei der Meinung.

Ich möchte noch einige Worte hinzufügen, warum dieses an sich regionale Thema auch hier seinen Platz hat. Es geht darum, solche ökologisch unsinnige, nach Fertigstellung noch mehr Energie verschlingende Projekte viel kritischer zu bewerten und Alternativen zu realisieren, die es fast immer gibt.

Nicht nur, daß das ganze Bauvorhaben eine Unmenge Energie verschlingt, durch den täglich ca. 1000 LKW-Transporte (nein, ich habe mich nicht vertippt!) eine Unmenge von Abgasen, CO2, Dreck und Lärm produziert und einen bedeutenden Baumbestand vernichtet, aber nach Fertigstellung wird dieses Projekt auf immer und ewig mehr Energie brauchen, als ein oberirdischer Bahnhof. Es wird Lüftung, Klimaanlage, Beleuchtung brauchen, hinzu kommen Rolltreppen und Aufzüge, die _immer_ funktionieren _müssen_, sonst kann man den Bahnhof nicht benutzen. Und Anpassungen an neue, sparsamere, schonendere Techniken werden nur sehr, sehr begrenzt möglich sein.

Die 66 km Tunnel werden auch entsprechende Ressourcen verschlingen, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr - für immer, solange Stuttgart überhaupt einen Bahnhof braucht und haben will!

Deshalb: Dieses Projekt sollte von jedem sehr gut in Augenschein genommen werden, der/die irgendwelche Großprojekte sich vorstellen, planen, bewerten, realisieren wollen. Es geht darum, hier allgemein Grenzen zu setzen, die Umweltschäden und den Ressourcenverbrauch viel wichtiger zu nehmen, und das überall im Land. Größenwahn kostet überall Geld, Energie, Umwelt. Und das mit der Zeit immer mehr!

Meinen herzlichen Dank an Gila Weber und die KommentatorINNen. Hier meine bescheidene Ergänzung: Nach meiner Überzeugung ist unsere demokratische Verfassung in unserer Zeit bedroht hauptsächlich durch Aushöhlung und Umgehung demokratischer Spielregeln und Vereinbarungen. Kämen die BilfingerBergerschen Bagger und Herrenknechtschen Tunnelbohrmaschinen tatsächlich nach Stuttgart, würde nicht nur der Bahnhof sondern auch die Demokratie untergraben. Der wichtigste Verfechter von Umwelt- & Natuschutz und Nachhaltigkeit ist die Bevölkerung insgesamt, nicht aber partikulare Interessen eines ungezügelten Marktes, in dem Geschäftemacher nahezu unkontrolliert (siehe Köln) ihr Unwesen treiben dürfen und mit fadenscheinigen Sprachregelungen ihre Geschäfte als dem Gemeinwohl dienlich verkaufen.

Ich gebe zu bedenken, dass außer den Wohnhäusern, dem Planetarium und Staatstheater auch die Staatsgalerie UND - jetzt kommt's:

das Königin-Katharina-Stift betroffen ist.

Diese Schule steht dann direkt am Abgrund (Baugrube),
die Schüler werden in Containern unterrichtet,
die Decken des Schulgebäudes müssen abgestützt!!! werden.

Welche Eltern muten ihren Kindern zu, künftig
in Lärm (3.500 Betonpfeiler werden in den Boden gerammt; in der Zeit zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr nachts ...),
Dreck und
auf unsicherem Grund (Gipskeuper, poröser Untergrund, Mineralquellen, ...)

jahrelangem Martyrium ausgesetzt zu sein und dabei "erfolgreich und konzentriert" zu lernen???

Hat die Schulleitung die Eltern informiert?
Werden die Eltern potenzieller neuer Schüler am Tag der offenen Tür darüber informiert?

Ich frag das mal so ...

Walburga Bayer
Parkschützerin 373

Ich schließe mich den Ausführungen von Gila Weber und Jürgen Reinel vollinhaltlich an, möchte aber noch einige Punkte zusätzlich zu Bedenken geben:

Wie Jürgen Reinel schon erwähnte, müssen ca. 3.500 Betonpfeiler in den Boden gerammt werden. In unmittelbarer Nähe stehen nicht nur Wohnhäuser, sondern auch die Gebäude des Staatstheaters und das Planetarium, das wegen Geldmangels nun doch nicht in den Neckarpark umzieht, sondern im Schlossgarten verbleibt.

Wenn ich richtig informiert bin, wurde die Arbeitszeit an der Baustelle von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends festgesetzt. Die Arbeiten im Bahnhof selbst werden hauptsächlich nachts erfolgen müssen, damit der Zugbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Das heißt also: Baulärm rund um die Uhr!

Ich frage mich, wie sich das in der Oper bzw. im Schauspiel anhören wird, wenn draußen während der Vorstellung die Rammen dröhnen. Von den zu erwartenden Erschütterungen mal ganz abgesehen.

Und mir ist auch nicht ganz klar, wie das Planetarium seinen Vorstellungsbetrieb inmitten der dröhnenden Baustelle aufrecht erhalten kann. Außerdem gehe ich davon aus, daß die Gerätschaften eines Planetariums ziemlich empfindlich sind. Werden sie den Erschütterungen gewachsen sein?

Noch ein Punkt zu den Bäumen: kürzlich war zu lesen, daß sich die Bahn verpflichtet, die verbleibenden Bäume (vor allem die der Platanenallee) bei Bedarf ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Allein in der Platanenalle dürften ca. 250 - 300 Bäume stehen. Im Hochsommer braucht ein ausgewachsener Baum zwischen 400 und 500 l Wasser pro Tag (Aussage eines Gärtners), die normalerweise über das Grundwasser bezogen werden.

Aufgrund der erforderlichen Grundwasserabsenkung ist zu erwarten, daß die Bäume "oberirdisch" mit Wasser versorgt werden müssen.

Frage: bei angenommenen 300 Bäumen (es sind eher mehr) reden wir hier von mindestens 15.000 l Wasser täglich! Wie kommt das Wasser in den Schlossgarten? Wie kommt es an die einzelnen Bäume? Müssen wir damit rechnen, dass den lieben langen Tag irgendwelche Wassertanks im Schlossgarten kreuzen? Und wer wird dieses Wasser bezahlen?

Grüße von
Ingrid Keilbach
Parkschützerin Nr. 1929

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