Beiträge aus dem Online-Dialog
Welches Umweltthema braucht mehr Aufmerksamkeit?
Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
Zwischen dem 17.2. bis 26.3.2010 haben viele Bürger und Bürgerinnen dem Bundesumweltministerium ihre Meinung zu diesen Fragen mitgeteilt. Wir danken allen, die sich beteiligt haben! Der zusammenfassende Auswertungsbericht wird in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.
Das sagen andere
Nachhaltigkeitsstrategie
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Alte Haus- und Nutztierrassen müssen geschützt werden!
Die Entstehung der Haustiere begann vor ca. 17.000 Jahren …
…ohne Richtungsänderung werden wir einen Großteil der Hautierrassen in den nächsten 50 Jahren unwiderruflich verlieren.
• Jeden Monat stirbt eine weitere Nutztierrasse aus. (nach FAO (UN)- “World Watch List” für “Domestic Animal Diversity”)
• 30% aller noch lebenden Nutztierrassen sind als bedroht oder gefährdet eingestuft.
Nutztiere haben unsere Welt verändert und unsere Kultur gewandelt.
Seit 15.000 v. Chr. ist eine große Zahl und Vielfalt an Nutz- und Haustieren entstanden. Durch die Vielfalt entstanden Tiere, die speziell an ihre jeweilige Umgebung und die Bedürfnisse ihrer Besitzer angepaßt waren. Diese Nutztiere sicherten für viele Generationen eine stabile Versorgung.
Diese Vielfalt stellt eine einzigartige, globale Ressource dar.
Alte Haustierrassen sind zudem regionales Kulturgut, Rassebezeichnungen wie "Schleswiger Kaltblut", "Rotbuntes Husumer Schwein", "Thüringer Waldziege" und ähnliche Namen können dies verdeutlichen.
Außerdem liefert eine intakte Biodiversität einen wichtigen Beitrag für eine verantwortungsvolle und ökologische Landwirtschaft.
Alten Haustierrassen ist es mit ihrer hohen Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen möglich, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Eigenschaften der alten Rassen wie Langlebigkeit, Fruchtbarkeit, Robustheit, gute Nahrungsverwertung von energiearmem Futter, stehen den überzüchteten und empfindlichen Hochleistungsrassen gegenüber.
Die Steigerung der Nutzleistung (z.B. Milchleistung, Fleischleistung) der verschiedenen Rassen bis an ihre physiologischen Grenzen, hat zur rapiden Einengung der Rassenzahl geführt. D.h. die Industrialisierung der Tierproduktivität und Tierzucht ist der wesentliche Faktor, der zum Aussterben der alten Rassen geführt hat.
Mit dem Verlust der alten Rassen gehen wichtige genetische Ressourcen verloren.
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Kommentare
Genau
Dem ist nichts hinzuzufügen, herzlichen Dank! Es gibt wenige Menschen, die diese Zusammenhänge heute noch verstehen. Die Erhaltung alter Haustierrassen wäre meiner Ansicht nach eine Aufgabe des Bundes, weil es ein unersetzliches Kulturgut ist!!!
Leider ist dieses Thema vielen Menschen völlig unbekannt. Mehr Initiativen müssen her um zu informieren und auch die Wichtigkeit darzustellen.
Wir haben uns selbst dazu entschieden in Hobbyhaltung dies zu unterstützen und haben mit wunderbaren Hühnern angefangen und werden dies weiter ausbauen. Ein kleiner Beitrag - den man, wenn die Örtlichkeit es zulässt, einfach bewerkstelligen kann. Die Arche Wader wird auch unser Kurz-Sommerurlaub werden - einmal 700 km quer durch Deutschland (nicht im Auto !) um unsere Kinder zu erfreuen und zu sensibilisieren.
Schade das es so etwas nicht im süddeutschen Raum gibt !!!
Die Erhaltung der alten Haus- und Nutztierrasen ist heute wichrtiger denn je. Ihr Aussterben ist ein Verlust, der nicht wieder gut gemacht werden kann. Die industrielle Tierhaltung mit ihrer überspitzten Tierproduktivität ist schlecht für Mensch und Natur. Durch künstlich billige Preise für Fleisch unterstützt man außerdem ungesunde Ernährungsgewohnheiten wie den übermäßigen Fleischkonsum.
Arche Warder ist ein toller Ort! Hier kann man spielen und lernen und Weite geniessen und Tiere kennenlernen und den eigenen Bezug zur Natur herstellen!
Laut dem PIK verschieben sich schon heute die Lebensräume der Planzen und Tiere drastisch. Daran sind wir Menschen schuld.
Wenn wir jetzt Rückzugsorte für diese aussterbenden Tierarten schaffen, ist das nur fair.
Davon, dass es den Tieren in der Arche Warder gut geht, habe ich mich selbst überzeugen können.
Viel Erfolg!
jeder einzelne kann einen eigenen beitrag leisten und dafür sorgen, dass die alten haustierrassen nicht aussterben. wenn ihr die möglichkeit habt, haltet selber vom aussterben bedrohte rassen, seien es hühner, schafe oder schweine. wenn ihr das nicht könnt (was bei den meisten ja leider der fall ist), dann esst wurst vn einem rotbunten husumer schwein, oder unterstützt die haltung von solchen rassen auf andere art und weise. und voralldingen, redet über diese tiere, damit sie nicht in vergessenheit geraten!
ich könnte mich immer ziemlich über alle menschen aufregen, die super verwundert darüber sind, dass es noch andere hühner gibt als "eben diese braunen"...
In Zeiten, wo schnelle und Ertragreiche Leistung gefragt ist und deren Folgen wir durch immer neuere auftretende Seuchen aufgezeigt bekommen, sind Rückbesinnungen das erste Gebot. Die Arche Warder hat hier einen wunderbaren Ansatz gefunden, wieder auf alte Werte zurüch zuschauen.
Denn wie heißt es so schön: Erst stirbt die Biene, dann der Mensch.
Uns bleibt nicht mehr viel Zeit!!!
Gerade in Zeiten der Biotechnologie sollte der Schutz unserer genetischen Ressourcen höchste Priorität genießen.
Das Überleben der Menschheit hängt von der Vielfalt der Lebensformen auf unserem Planet ab. Je mehr wir die Details unserer komplexen Ökosysteme erforschen, desto mehr erkennen wir, welche Auswirkungen auch kleinste Verschiebungen hier haben und dass es nahezu unmöglich ist, diese nachträglich zu korrigieren.
Die Arche Warder leistet hier zusammen mit vielen Kooperationspartnern schon seit langem einen oft unterschätzten Beitrag, der nicht nur ideelle sondern auch finanzielle Unterstützung verdient.
Dieser Tierpark verdient stärkere Unterstützung in finanzieller wie medialer Hinsicht. Das Schlagwort Nachhaltigkeit könnte durch dieses Beispiel wunderbar ergänzt werden.
Wenn wir in den Industriestaaten nicht anfangen umzudenken, wer sonst soll es tun?
Hallo,
ich finde es wichtig die Diversität der landwirtschaftlichen Tierrassen und Kulturpflanzensorten zu schützen, weil diese die Diversität und Qualitäten der jeweiligen Entstehungsregionen wiederspiegeln. Gerade weil wir heute Apfelsinen aus Spanien kaufen können, geht uns oft das Bewusstsein dafür verloren, dass auch in unserer unmittelbaren Heimatregion Potentiale liegen, die diese Region einzigartig machen und zu unserer Versorgung dienen. Die Vielfalt der Nutztierrassen ist für mich ein Augenschmaus. Der Erhalt und die Förderung können auf attraktive Art und Weise das Bewusstsein für die Beziehung von Mensch zur Natur und Region stärken und das Interesse an Nachhaltigkeitsthemen wecken.
Positiv gesagt: Artenvielfalt stärkt unseren Lebensraum und gibt ihm nachhaltig mehr Zukunftschancen.
- und anders gesagt: durch mehr und mehr Monokultur/ Spezialisierung wird unser Ökosystem schwächer und dadurch verletzbarer.
Eines Tages werden wir froh sein auf diese "Genbanken" zurückgreifen zu können!
Biodiversität ist eines des wichtigsten Themen und wird zuwenig berücksichtigt. Die Erhaltung von an ihr Habitat angepassten Haustier-Rassen ist für eine sinnvolle Landwirtschaft außerordentlich bedeutsam.
In der Landschaftspflege kommen verstärkt alte Nutztierrassen zum Einsatz. Die vielen Rassen sind sind an verschiedenste Bedingungen auf den unterschiedlichsten Standorten angepasst, auf denen Hochleistungsrassen nicht gehalten werden können. Wer also eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft erhalten und wiederherstellen will, darf den Schutz und Erhalt alter Haus- und Nutztierrassen nicht aus den Augen verlieren!
Artenschutz muß auch den Schutz von Nutztierarten umfassen.
Eine große Biodiversität ist hier, wie überall sonst wichtig.
Vielfalt bedeutet eine größere Anpassungsfähigkeit an die äußeren Bedingungen, die dank des Klimawandels kaum absehbar sind.
Nutztiere gehöhren zu unserem Kulturgut. Durch Neuzüchtungen wurden und werden immer neue Rassen gezüchtet. Ob dies gut oder schlecht ist muss jeder selbst entscheiden. Die Wirtschaft oder das Verbraucherverhalten von anderen (auch wenn es die Mehrheit ist) sollte jedoch nicht dazu führen, das "Alte" und nicht mehr Produktgerechte zu vergessen. Die alten Nutztierrassen zeigen uns ein Stück Vergangenheit und sind für mich gleichbedeutend mit archeologischen Fundsachen.
Der Tierpark der Arche Warder ist nicht vergleichbar mit einem Zoo. Auf weitläufigen Flächen sind Tiere zu bewundern die hier in unseren Kulturlandschaften gelebt haben. Ein Ausflug lohn sich!!
Fernab vom eigentlichen Thema,
möchte ich der Arche Wader für einen schönen Ferientag bedanken.
Der Ausflug zu Euch hat sich wirklich gelohnt und unseren Urlaub bereichert.
Zum Thema,
aus seuchenhygienischen Gründen ist bei Schweinen die Haltung in Kleinbeständen gefährdet, da deren Halter die Auflagen nicht so erfüllen können wie Großbetriebe.
Aber gerade in Kleinbetrieben, oft in Hobbyhaltung, werden vielfach gefährdete Schweinerassen gehalten, Der Verlust dieser Betriebe gefährdet auch den Erhalt der gefährdeten Rassen.
Abgesehen davon, das dort die Tiere glücklicher zu sein scheinen wie in den Großbetrieben...
Auch alte Nutzpflanzensorten (z.B. Obstbäume, Gemüsesorten) müssen geschützt und bewahrt werden! Und es darf keine Patente auf Pflanzen, Tiere oder Teile davon geben!
Störche mögen frei lebende Rinder. Bei denen kriegt man immer was in den Schnabel.
Gruß Adebari
Dieses Thema ist extrem wichtig und berührt so viele Bereiche: wie wollen wir mit Tieren umgehen, woher stammt unser Essen, wie erhalten wir Naturlandschaften.