Beiträge aus dem Online-Dialog
Welches Umweltthema braucht mehr Aufmerksamkeit?
Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
Zwischen dem 17.2. bis 26.3.2010 haben viele Bürger und Bürgerinnen dem Bundesumweltministerium ihre Meinung zu diesen Fragen mitgeteilt. Wir danken allen, die sich beteiligt haben! Der zusammenfassende Auswertungsbericht wird in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.
Das sagen andere
Naturschutz & Landschaftspflege
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Lichtverschmutzung auf ein Minimum begrenzen
Übermäßige nächtliche Beleuchtung ist nicht nur eine Verschwendung von Geld und Energie, sie ist auch mit vielfältigen ökologischen Nachteilen verbunden. Bis zu einer Milliarde Insekten verenden in Deutschland jedes Jahr an Straßenlampen - und zahlreiche andere nachtaktive Lebewesen werden durch die Lichtverschmutzung negativ beeinflusst. Neueste Forschungsergebnisse lassen zudem vermuten, dass auch die menschliche Gesundheit durch ein Übermaß an nächtlicher Beleuchtung in Mitleidenschaft gezogen wird.
Dazu kommt, dass die zunehmende Überstrahlung des Sternenhimmels uns eines unschätzbar wertvollen kulturellen Erbes beraubt, das Generationen von Künstlern und Forschern inspiriert hat. Schon heute lebt mehr als die Hälfte aller Europäer in Gegenden, in denen man die Milchstraße während der Nacht mit bloßem Auge nicht mehr wahrnehmen kann.
Die permanente Zunahme der Lichtverschmutzung durch mehr und mehr Leuchtreklamen, Skybeamer sowie neuartige Formen der "Lichtkunst" sollte Grund genug für eine offene Diskussion über entsprechende gesetzliche Richtlinien sein, wie sie in anderen Staaten - wie beispielsweise Spanien und Tschechien - bereits in Kraft sind. Vorstellbar wäre hier unter anderem die Einführung einer TA (Technischen Anleitung) Licht analog zu den bereits existierenden TA Luft und Lärm.
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Kommentare
Noch eine knappe Stunde, bis die Frist für die Unterstützung der Beiträge endet - an dieser Stelle daher schon mal vielen Dank für die anregende Diskussion, die zahlreichen Unterstützer sowie die iele "Schützenhilfe" auf Twitter, Facebook und Co. Möglicherweise bzw. hoffentlich ist es uns damit ja am Ende doch gelungen, ein wenig zu einer verbesserten "Sichtbarkeit" der Lichtverschmutzung beizutragen, die meines Erachtens nach definitiv ein "unterschätztes Umweltproblem" ist.
Ein Problem, welches sich interessanterweise vergleichsweise einfach lösen ließe und dessen Lösung auf vielen Ebenen (CO2-Einsparung, Schutz von Insekten und Zugvögeln, Gesundheitsaspekte, kommunale Kassen, Sichtbarkeit des Sternenhimmels etc.) nur Vorteile brächte. Von besserer, intelligenter gestalteter und energiesparender Beleuchtung profitiert am Ende jeder - Grund genug, das Thema auch in Deutschland endlich auf die politische Agenda zu bringen!
@Mausi:
Ich bezweifele stark, dass die Warnbeleuchtung von Windkraftanlagen im Hinblick auf Lichtverschmutzung ein großes Problem darstellt. Erstens erfüllt sie ja im Gegensatz beispielsweise zu einem Skybeamer einen sinnvollen Zweck - die Vermeidung gefährlicher Kollisionen (im Gegensatz zu kostenloser Werbung). Und zweitens ist der Effekt, den so ein kleines rotes Blinklicht hat, kaum mit dem eines Skybeamers oder einer ganzen Straße voll "Kugelleuchten" vergleichbar. Dazu kommt noch, dass das übliche Spektrum solcher Warnlichter m.E.n. keine Insekten anziehen sollte - im Gegensatz zu Gasentladungslampen, in denen jedes Jahr Millionen von Insekten umkommen....
Die Warnbefeuerung ist natuerlich ein zweischneidiges Schwert - in diesem Fall ist das Licht notwendig, um Kollisionen zu vermeiden. Uns geht es hier ja um die UNnoetige Beleuchtung, also:
- schlecht abgeschirmte Aussenbeleuchtung
- uebertriebene Beleuchtung
- Beleuchtung nach oben (z.B. Bodenstrahler)
- Beleuchtung zu Werbezwecken, z.B. Skybeamer
Die Befeuerung von Windkraftanlagen nimmt sich dagegen harmlos aus, da sie aus roten Lichtern besteht, die blinken. Gemittelt ueber Zeit und Wellenlaenge ist sie verhaeltnismaessig gering invasiv. Wenn man die Lichtemission eines Windparks mit der eines konventionellen Kraftwerks vergleicht, nimmt sich die Befeuerung bescheiden aus. Und im Vergleich zu ganznaechtlich unter Flutlicht gesetzten Kern- und Kohlekraftwerken ist es fuer Windkraftanlagen wichtig, durch das Setzen einiger kleiner Punktquellen fuer Luftverkehrsmittel sichtbar zu werden. Wuerde man die Windenergiekonverter dagegen mit Flutlicht anstrahlen, waere es wirklich ein krasser Fall von Lichtverschmutzung.
Auch auf die "Lichtverschmutzung" vor allem in relativ unberührter Landschaft ist hinzuweisen. Es ist die Warnbefeuerung von Windanlagen. Bisher sind es "nur" etwa 25.000 Stück.
In unserem Dorf (Leiferde bei Gifhorn, 4500 Einwohner) wird ebenfalls nachts 1:00 bis 4:00 abgeschaltet. Ohne Probleme. Die Stromkostenersparnis liegt bei 6000 € pro Jahr.
Ich unterstütze den Beitrag von Herrn Reinboth aufgrund eigener Beobachtungen in meiner Heimatstadt voll und ganz.
Da ist das Sportzentrum am westlichen Ortsrand von Rhede im westl. Münsterland (ca. 20.000 Einwohner) mit mehreren Fußballplätzen und entsprechenden Flutlichtanlagen. Mein Wohnhaus befindet sich in dem angrenzenden Wohngebiet in einer Entfernung von etwa 150 m zu diesem Sportareal. Erst wenn in den Herbst- und Wintermonaten die Platzbeleuchtungen gegen 21:00 Uhr oder 21:30 Uhr vollständig abgeschaltet sind, macht es überhaupt Sinn, in den Garten zu gehen und den hier - wie ich meine - noch weitgehend vorhandenen Sternenhimmel zu bewundern. Selbst in 400 m bis 500 m Entfernung zum Sportgelände sind Gebäudefassaden noch hell erleuchtet. (Neben diesem Sportzentrum gibt es im Stadtgebiet noch drei weitere Sport-/Fußballanlagen mit ähnlicher Flutlichtbeleuchtung.)
Da ist das Betriebsgebäude eines Herstellers moderner („umweltbewusster“ [eigene Werbung]) Reinigungssysteme am östlichen Ortsrand von Rhede. Die gesamte nördliche und die gesamte westliche Gebäudefassade (und leider eben nicht nur diese) werden jeden Abend und auch in der Nacht mit ca. 20 Bodenstrahlern in grünes und blaues Licht gehüllt, mit – wie ich meine – gravierenden Auswirkungen auf den gesamten umgebenden Raum: alles in einem bestimmten Umkreis erscheint irgendwie unwirklich! Bei leicht dunstiger Wetterlage sind die senkrechten „Strahlen“ auch aus mehreren Kilometern Entfernung noch deutlich sichtbar, und angestrahlte Wolken unmittelbar über diesem Betriebsgelände sind auch in 15 km Entfernung noch deutlich erkennbar. Man kann schon erahnen, welch negative Auswirkungen diese Illuminationen auf die natürliche Umgebung haben … (Dagegen wirkt die Anstrahlung der historischen Gudulakirche im Ortskern noch harmlos …)
Apropos Ortskern, bei der Ortskernsanierung vor einigen Jahren wurden natürlich auch Bodenstrahler verbaut, 21 Stück genau genommen, die ebenfalls einige Bäume anstrahlen. Und auch in Privatgärten in meiner Nachbarschaft beobachte ich neuerdings den einen oder anderen Strahler, mit dem einzelne Sträucher und/oder Bäume ins Licht gerückt werden. Darüber hinaus sind mir als kommunalem Angestellten Beschwerden von Bürgern bekannt, die sich über Straßenlaternen beklagen, die das Schlafzimmer im 1. Obergeschoß ihres Wohnhauses ebenso erleuchten wie die öffentliche Straße …
In dem Ortsteil Barlo der Nachbarstadt Bocholt (75.000 Einwohner) kommen bei der unmittelbar bevorstehenden Neugestaltung des Dorfplatzes wie selbstverständlich Bodenstrahler zum Einsatz.
In dieser gerade erwähnten Nachbarstadt feiern in diesen Tagen die „Shopping-Arkaden“ im Stadtzentrum ihr 10jähriges Bestehen. In dieser Zeit scheinen die alteingesessenen Geschäftsleute in der Bocholter Innenstadt wohl etwas auf der Strecke geblieben zu sein. Daher haben sich in den letzten zwei Jahren Interessengemeinschaften gebildet, die ihre (Einkaufs-)Straßen und/oder Viertel nun konsequent verschönern wollen und damit die Attraktivität für den Bürger (Konsumenten) steigern wollen.
So will die Aktionsgemeinschaft Ravardiviertel nun das „Image der Bocholter Kneipenmeile aufpolieren“ (Bocholtere-Borkener Volksblatt BBV, Artikel vom 07.01.2010). Es sollen einige Fassaden und eine Stele dauerhaft beleuchtet werden, auch mehrere Brücken sollen illuminiert werden. Das Geld hierfür stammt aus Mitteln der Aktion „Ab in die Mitte“ des Ministeriums für Bauen und Verkehr NRW.
Auch „die von Leerstand geplagte Osterstraße soll aufgepeppt werden“ (BBV-Artikel vom 22.01.2010). Dort wurde jetzt in einer Quartiersversammlung die Gründung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) beschlossen. Verbesserungsvorschläge für diese Einkaufsstraße sind u. a. eine Begrünung und Lichtgestaltung. „Die zwei großen Bäume vor der Commerzbank und auf dem Ostermarkt könnten angestrahlt werden, und außerdem sollte der Platz bei den Museen freundlicher werden.“ Dabei könnte die ISG wohl mit „etlichen Fördermitteln des Landes bedacht werden“ (BBV).
(...)
Andreas Allbrink
Hallo Herr Reinboth,
vielen Dank fuer den Link ! Auch wenn die Motivation der Stadt Rheine praedominant finanzieller Natur ist (die CO2-Ersparnis wird nur im letzten Satz der Studie erwaehnt), zeigt sich doch, dass neue Wege gangbar sind und Befuerchtungen nicht eintreten muessen.
Ich sehe es als wichtig an, gerade auf die negativen Umwelteinfluesse der ungezielten Beleuchtung hinzuweisen. In dem Beispiel der Abschaltung in Rheine sieht man deutlich, dass bislang Geld- und Energiesparen als einzige Motivation gesehen werden. Die Gefahr hierbei ist, dass bei Verwendung sparsamerer Leuchtmittel (Stichwort LED) wieder ungehemmt (und unnoetig) beleuchtet wird.
Gerade deswegen sehe ich Aufklaerung ueber die negativen Auswirkungen der Lichtverschmutzung als wichtiges Ziel.
@Dr. Juergen Schmoll:
Zu den Ergebnissen in Rheine siehe: http://tinyurl.com/yhqrbho
@Christian Reinboth:
Interessant, dass Sie gerade Rheine erwaehnen - meine Geburtsstadt.
Aehnliche Erfahrungen hat man auch in englischen Ortschaften gesammelt, wo nach Null Uhr die Lichter ausgeknipst wurden. Anscheinend laesst sich's fuer Gauner im Laternenlicht besser "arbeiten".
Wobei ich aber denke, dass eine zielgerichtete, ausgeduennte Beleuchtung auf hoehere gesellschaftliche Akzeptanz stoesst als das Abschalten. In Rheine zum Beispiel ist die Kostenersparnis das Leitmotiv. Geht es der Stadt wieder besser, wird die Beleuchtung vermutlich wieder angelassen. Wenn man das gesparte Geld dagegen in eine umweltfreundliche Beleuchtung steckt (Vollabschirmung, dimmbar, dezentrale Beleuchtung auf Anforderung etc), dann waeren auf lange Sicht Stadtsaeckel und Umwelt geschont - und das bei sozialer Akzeptanz.
Auch gibt es in Rheine viele Fehlentwicklungen, gerade in den letzen Jahren. So wurden in der Fussgaengerzone Lampen verbaut, die nur nach oben strahlen - hoechstens sinnvoll, wenn man mal sein Auto reparieren muss, ansonsten sinnfrei. Im Bereich des Emsufers werden Baeume von unten angestrahlt - toll fuer den Tag/Nacht-Rythmus von Brutvoegeln. Die Apotheke im neuen Altenzentrum an der Lingener Strasse hat ein so starkes Leuchtschild, dass der Strassenbereich davor taghell ausgeleuchtet ist - ohne Abschirmung nach oben ... es gibt noch starken Aufklaerungsbedarf.
@Dr. Juergen Schmoll:
Interessante Erfahrungen, wobei es Nachtabschaltungen ja auch hier in der BRD gibt - so hat man beispielsweise in der Stadt Rheine die Einsatzzahlen der Polizei bei Ausschaltung der Straßenbeleuchtung nach Mitternacht über längere Zeit empirisch untersucht und konnte feststellen, dass der vielfach postulierte Zusammenhang zwischen Beleuchtung und Sicherheit nicht in dieser Form gegeben ist....
Hallo Herr Reinboth,
vielen Dank fuer Ihr Feedback. Stimmt, die Abwaegung von Licht und Sicherheitsgefuehl sollte auch betrachtet werden. Mehr Licht bedeutet nicht unbedingt mehr Sicherheit - sogar das Gegenteil kann der Fall sein. Vor einigen Jahren warfen mir Kinder eine Scheibe ein - die Strasse ist taghell erleuchtet. Die Polizisten, die sich mit der Aufnahme des Schadens befassten, machten unter anderem die helle Beleuchtung fuer den Vandalismus verantwortlich. Denn auch Uebeltaeter koennen ihr Ziel besser sehen. Persoenlich empfinde ich die PIR-Beleuchtung am sinnvollsten, da sie nur kurzzeittig an ist wenn sie benoetigt wird und das Anspringen des Lichts auffaellig ist - Kriminelle fuehlen sich so "ertappt".
Nochmal ein Blick Richtung England: Hier im County Durham haben kommunale Beleuchtungsingenieure in Bezug auf Begrenzung der Lichtverschmutzung eine Vorreiterrolle eingenommen. Jede neue Strassenlaterne ist komplett abgeschirmt, und Energiesparmassnahmen wie Abschalten jeder 2. Lampe spaet nachts oder Herunterdimmen selbiger werden erprobt. Das Auge braucht ja zur Daemmerung mehr Licht im Strassenverkehr, als wenn es komplett dunkel ist - dem wird mit modernen Leuchtmitteln Rechnung getragen. 3% des gesamten Energieverbrauchs Grossbritanniens dient allein der naechtlichen Beleuchtung - eine Einsparung hier wirkt sich signifikant auf die Umwelt aus, mal abgesehen von den Nebeneffekten der kuenstlichen Beleuchtung auf die Natur.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass kommunale Entscheidungstraeger fuer das Thema Lichtverschmutzung sehr aufgeschlossen sind, waehrend im Privat- und Industriebereich nach wie vor Unkenntnis herrscht. Ich habe gerade so einen interessanten Fall in dem Dorf, in dem ich lebe. Dort befindet sich ein Minenbetrieb, deren Lagerplatz nachts unter Flutlicht gesetzt ist. Als Radfahrer habe ich Schwierigkeiten, die Strasse zu erkennen, da ich geblendet werde. Umgebende Felder und Baumgruppen sind taghell erleuchtet, und bei niedrigen Wolken denkt man, ein Ufo waere gelandet.
Da ich unweit von dem Platz ein Observatorium betreibe, habe ich die Firma angeschrieben. Ich habe das Problem erlaeutert und klargemacht, dass mir die Wichtigkeit der Beleuchtung "einleuchtet", aber nicht die Art und Weise wie sie ausgefuehrt wurde. Ich habe meinem Schreiben eine Info-Broschuere der "Institution of Lighting Engineers" beigelegt:
http://www.ile.org.uk/index.php?page=environmental ("domestic security lighting")
Gibt es aehnliche Broschueren auch in Deutschland ?
Dadurch, dass Beleuchtungsingenieure aufzeigen, wie man die Flutlichter richtig einstellt, gewinnt man an Ueberzeugungskraft. Die meisten Flutlichtbetreiber (und sei es nur ein privates Gartenlicht) wissen ja gar nicht, dass ihre Lichter falsch ausgerichtet sind ! Leider wird oft sogar auf den Verpackungen mit dem schlechten Beispiel vorausgegangen - Flutlicht zeigt seitwaerts statt nach unten.
Im Beispiel meines lokalen Industriebetriebes bekam ich gestern ein Antwortschreiben. Nach visueller Inspektion ihrer Beleuchtung kamen sie zur Einsicht, dass ich Recht habe und sie werden die Scheinwerfer bei naechster Gelegenheit so ausrichten, dass kein Streulicht ihr Grundstueck verlaesst. Es geht also !
@ Dr Juergen Schmoll:
Sehe Ihre exzellente Zusammenfassung leider erst jetzt, stimme ihr aber voll und ganz zu. Ich würde den Punkt der Energieverschwendung noch um die Klima-/CO2-Perspektive ergänzen und bezüglich der vermeintlichen Vorbehalte anführen, dass viele Menschen bei einer Regulierung der Beleuchtung eine Zunahme an nächtlicher Kriminalität befürchten - eine Befürchtung, die allerdings durch die begrenzten Erfahrungen - z.B. mit Nachtabschaltungen - nicht bestätigt wird. Dennoch ein wichtiger Punkt, auf den man in der öffentlichen Diskussion sicher eingehen sollte - davon abgesehen haben Sie in Ihrer Auflistung meines Erachtens nach jeden wesentlichen Aspekt benannt - vielen Dank für diesen Beitrag.
Hallo,
Lichtverschmutzung beeinträchtigt mich sehr (nicht nur astronomisch).
Z.B. wird man beim Autofahren durch die nicht abgeschirmten Straßenlaternen sehr stark geblendet (Unfallgefahr).
Auch scheinen die Straßenlaternen, welche eigentlich nur die Straße beleuchten sollen, ins Schlafzimmer im 2. Stockwerk, so dass immer Türen oder Rollläden geschlossen werden müssen.
Ganz zu schweigen von der sinnlosen Energieverschwendung.
Die Unternehmen haben aber auch einen immer größeren Hang zur massiven "Flughafen"beleuchtung!
Woher diese unsinnige Einstellung in Zeiten der Energieeinsparung kommt, bleibt ein Rätsel.
Es bleibt zu hoffen, das endlich ein sinnvolles Gesetz gegen Lichtverschmutzung eingeführt wird.
Frank B.
Der Fuchs mit der Sonnenbrille.
Hallo Herr Puzyna,
es mag ja sein, dass es wichtigere Themen gibt. Trotzdem verstehe ich nicht, dass Sie Ihre Energie darauf verwenden, die Menschen, die sich hier gegen die Lichtverschmutzung stellen, zu beschimpfen und gar von Manipulation zu sprechen anstatt sich für die Lösung der anderen Probleme einzusetzen
Dass die anderen Themen im Vergleich weniger Unterstützer haben liegt meines Erachtens an zwei Dingen:
Erstens sind die Astronomen bei diesem Thema sehr sensibel und im Internet gut organisiert. So verbreiten sich solche Möglichkeiten der Einflussnahme schnell und es gibt entsprechende Resonanz.
Mit Manipulation hat das nichts zu tun - nur mit der Zusammensetzung der Seitenbesucher.
Zweitens ist die Beteiligung auf mitreden-u insgesamt doch eher Mager.
Aktuell verteilen sich 7699 Unterstützungen auf 1022 Beiträge (siehe Startseite). Für einen einzelnen Beitrag bleibt da im Schnitt nicht viel übrig.
Auf ganz Deutschland gerechnet liegt die Beteiligung hier wohl im Promillebereich. Wenn bei derart geringer Beteiligung eine Gruppe - hier Astronomen - sehr aktiv ist, dann beeinflusst das natürlich das Ergebnis.
Das heißt nicht, dass die anderen Themen weniger wichtig wären. Es haben ganz einfach weniger Leute mit abgestimmt, die sich für die anderen Themen interessieren.
Aber noch haben Sie Zeit! Bis Freitag Nachmittag können Sie noch Unterstützungen sammeln. Mobilisieren Sie Leute, weisen sie auf diese Seite hin, finden Sie Unterstützer!
Hängen Sie Plakate auf, verteilen Sie Flyer, schreiben Sie einen Bericht in der Tageszeitung, setzen sie Links auf Ihren Webseiten - Möglichkeiten gibt es viele. Die Astronomen haben sie genutzt.
Zum Thema Zwangsschädigung und Sonnenbrille: Haben Sie je ein Wildschwein, einen Fuchs, ein Insekt oder einen Zugvogel mit Sonnenbrille gesehen?
Durch die Sonnenbrille
Hi Herr Michy,
ich habe nirgends geschrieben, dass das Thema Lichtverschmutzung kein Problem für alle ist. Nur, unter 10 wichtigen Themen, würde ich die Lichtverschmutzung nicht einordnen. Darum wundere ich micht über den höchsten Stellenwert von "Lichtverschmutzung" auf den Seiten von mitreden-u.de.
Die Luftverschmutzung, die elektromagnetische Verseuchung durch den Mobilfunk, WLAN, Wimax, DVB-t, DECT-Telefone u.a., die Radioaktivität in der Nähe der Kernkraftwerke, genmanipulierte Lebensmittel - das sind Umwelterreignisse durch die MENSCHEN GEZWUNGEN werden zu erkranken und sie können sich nicht wehren!
Diese Zwänge haben schon lebensgefährliche Zustände erreicht.
Siehe z.B. die neuste Nachricht zum Thema Luftverschmutzung: "An Großbritanniens schmutziger Luft sterben jährlich 50.000 Menschen- mehr als über das Übergewicht, passives Rauchen oder durch Verkehrsunfälle, steht im vernichtenden Bericht im Auftrag des britischen Parlaments."
Quelle: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1259592/UK-air-pollution-killing...
Siehe den neusten Beitrag von Frau Dr.C.Waldmann-Selsam
auf Seite
http://www.mitreden-u.de/node/952#comment-3848
"(...) die Ausweisung funkfreier Gebiete und die Bereitstellung funkfreier Krankenhäuser für Betroffene (...)"
SEI NOTWENDIG, fordert nicht nur Frau Dr.C. Waldmann-Selsam
Man kann sich weder der Luftverschmutzung, noch dem Elektrosmog, noch der Radioaktivität entziehen in dem man Fenster und Türen der Wohnung schliesst. Aber, wenn ich die Jalousien herunter bringe, dann kann ich die Lichtverhältnisse zu Hause mühelos steuern.
Darum solche Themen, wo es um die Zwangsschädigung geht, wie die Zwangsbestrahlung, das Zwangseinatmen von schlechter Luft, das Zwangsessen von genmanipulierten Lebensmitteln, haben für mich einen Vorrang vor Problemen, die man selbst lösen könnte, z.B. durch Sonnenbrille oder dicke Gardinen.
MfG
Krzysztof Puzyna
Verfasser vom Bericht
Mobilfunk, Elektrosmog, Grenzwerte für Strahlung
Es spricht für sich, lieber Herr Puzyna, dass Sie andere gleich beschimpfen und als Troll bezeichnen, wenn diese nicht Ihrer Meinung sind.
Wenn Ihnen das Thema Luftverschmutzung so am Herzen liegt, dann verstehe ich nicht, warum Sie Ihre Zeit damit vergeuden, hier solche Beiträge zu schreiben. Werden Sie aktiv!
Das Thema Lichtverschmutzung ist weithin bekannt - Ihnen vielleicht erst jetzt, aber vielen Anderen eben schon länger. In zahlreichen Foren und auf Webseiten von Astronomen aus ganz Europa kursiert das Thema und der Beitrag wurde sehr oft verlinkt. Dementsprechend groß ist die Beteiligung.
Und das nicht zum ersten Mal - siehe z.B. die Petition an den Bundestag.
Oder befragen Sie die Suchmaschine Ihres Vertrauens nach dem Wort Lichtverschmutzung - sie werden feststellen, dass der Begriff nicht aus der Luft gegriffen ist.
A propos Luft:
Wie aktiv waren Sie? Auf wievielen Webseiten und in wievielen Foren haben Sie um Unterstützung für Ihr Luftverschmutzungsthema geworben?
Und glauben Sie wirklich, dass jeder, der gegen Lichtverschmutzung stimmt, automatisch keinerlei Interesse an anderen Themen hat?
Man kann hier mehrere Themen unterstützen - nur so als Tipp ;-)
Noch eine Bemerkung zu Ihrer Aussage: "Ich wohne in Hamburg und möchte solche dunkle Strassen wie in Rumänien oder Bulgarien hier nicht erleben müssen !! Ein Paar Punktlaser am Himmel, stören hier weder Wildschweine noch Pistenbesucher."
Niemand will alle Straßen verdunkeln. Es geht darum, Licht nur da einzusetzen, wo es nötig ist und so zu dosieren, wie es nötig ist.
Laternen, die in den Himmel strahlen, helfen auch nicht gegen dunkle Strassen. Punktlaser ebenso wenig. Und auch wenn es in Hamburg nicht so viele Wildschweine gibt, die man damit stören könnte - sie sind herzlich eingeladen, mal einen Blick aufs Land zu werfen.
Ja, es gibt eine Welt außerhalb der Stadt!
LICHTVERSCHMUTZUNG der besonderen Art entsteht neuerdings bei
Windkraftanlagen. Da diese Anlagen sich im windschwachen Binnenland nicht sinnvoll betreiben lassen, geht man jetzt in irrwitzige Höhen von über 200 Metern. Da hier die Luftfahrt gefährdet ist, werden die Anlagen mit
starken Scheinwerfern Tag und Nacht "blinkbefeuert".
Details unter dem Beitrag "PV u. WIND ruinieren die deutsche Volkswirtschaft".
DIPL ING THEOBALD
Hallo Herr Theobald, hallo Herr Puzyna,
zu 1. "Gründe für die Sperrung": In meiner E-Mail an Herrn Puzyna vom 16.3. habe ich den Grund erläutert: "ich habe Ihren unten stehende Beitrag gesperrt, weil Sie Beiträge aus anderen Quellen in das Forum von Mitreden-U hereinkopiert haben. Bitte lesen Sie dazu die Regeln für diesen Dialog: http://www.mitreden-u.de/node/13. Weiterhin möchte ich betonen, dass dieses Forum nicht zur Verbreitung von Nachrichten oder Apellen gedacht ist. Vielmehr interessiert uns hier Ihre Meinung zur der Frage, welches Umweltthema aus Ihrer Sicht mehr Aufmerksamkeit braucht. Diese Meinung ist in eigenen Worten zu formulieren."
zu 2. "Manipulation": Die Aktivisten gegen "Lichtverschmutzung" haben gut mobilisiert. Dies konnte bereits 2007 im Rahmen einer öffentlichen Petition an den Deutschen Bundestag beobachtet werden (vgl. http://tinyurl.com/yengtea).
Weitere Fragen dieser Art lassen sich am besten im Bereich "Lob & Kritik" auf dieser Plattform klären. Mit freundlichen Grüßen, Matthias Trénel (Moderation)
Die leichteste Aufgabe für den Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen
Guten Tag Herr Theobald,
eigentlich passender wäre Lieber Trolli,
sie sind aber ein netter Troll, mit vielen sinnvollen Beiträgen zum Thema.
Auf Seiten von Mitreden.de ist Ihre Funktion als Troll nützlich, man kann Ihnen antworten.
<1. Welche Gründe hat man Ihnen zur Sperrung genannt?>
<2. Zwischen Ihrem Vorwurf der Manipulation und der Begründung "höchste Popularität der Lichtverschmutzung" kann ich nicht nachvollziehen. Bitte erläutern.>
Ad. 1
siehe
Protest und Beschwerde über die Moderatoren des Zebra-Dialogs
http://www.iddd.de/umtsno/izgmfVorsichtSpezial.htm#bebe
und
http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=45954&sid=3baa3b2d1085629ab1f10...
(mit Kommentaren)
Ad. 2
Am 21.3.2010 Die Diskrepanz der Statistik ist doch sichtbar !
Das Thema "Lichtverschmutzung" kam am 21.3 auf mehr Unterstützungen - 196
als die Themen auf Plätzen zwei und drei zusammen - 183.
Wobei das Thema "Lichtverschmutzung" hat einen absolut unpassenden und neuen Begriff - man kann das Licht brechen, zerstreuen, abdunkeln usw. aber man kann das Licht weder putzen noch verschmutzen !
Der Begriff wurde von dem sehr wichtigem Thema der Luftverschmutzung abgeleitet. Aber direkt über die LUFTVERSCHMUTZUNG, gibt es keinen Beitrag auf Mitreden !, indirekt kann man auf Mitreden nur in einem Beitrag "Anreize für eine nachhaltige, klimaverträgliche Mobilität schaffen" den Begriff Luftverschmutzung finden.
Dieser Begriff täuscht einen sehr schlechten Zustand vor.
Ich wohne in Hamburg und möchte solche dunkle Strassen wie in Rumänien oder Bulgarien hier nicht erleben müssen !! Ein Paar Punktlaser am Himmel, stören hier weder Wildschweine noch Pistenbesucher.
Fazit: Es wird hier die leichteste, da künstliche Aufgabe für den Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen lanciert.
MfG
Dipl.- Ing. Krzysztof Puzyna
zu finden unter
http://www.mitreden-u.de/node/952
Weniger Lichtverschmutzung bribngt mehr Labensqualität und spart auch etwas Energie ein. Details unter "PV u. Wind ruinieren die deutsche Volkswirtschaft".
DIPL ING THEOBALD
ZU: Verfasst von Gast am 19. März 2010 - 22:47.
SPERRUNG UND MANIPULATION ?
1. Welche Gründe hat man Ihnen zur Sperrung genannt?
2. Zwischen Ihrem Vorwurf der Manipulation und der Begründung "höchste Popularität der Lichtverschmutzung" kann ich nicht nachvollziehen. Bitte erläutern.
DIPL ING THEOBALD
Genauso wie die Erhalrung der Artenvielfalt unterstütze ich auch die Verringerung der Lichtverschmutzung! Ich labe zwar glücklicherweise in einem der am wenigsten lichtbelasteten Gebiete Europas - eine Autostunde entfernt findet jedes Jahr auf der Emberger Alm ein internationale Teleskoptreffen mit starker bundesdeutscher Beteiligung statt -, doch auch hier gibts Phänomene wie Skybeamer, extrem starke Nachtbeleuchtung von Firmenarealen, auf denen keine Aktivität stattfindet....
Ein Vorschlag meinerseits wäre etwa die gesetzliche Verankerung einer höchszulässigen Beleuchtungsstärke bei Reklamen, Auslagen- bzw. Straßenbeleuchtungen bzw. (weitgehendes) Verbot von direkt in den Himmel gerichteten Strahlern ab einer gewissen Nachtzeit...
Gesetzlich verpflichtende zeitgesteuerte Abschalt- bzw. Reduktionsmechanismen für alle Arten von öffentlichen Beleuchtungen würden ebenso zur Reduktion der Lichtverschmutzung beitragen.
Mag. Michael Samitz
www.brg-spittal.at
www.bigband-spittal.at
Dieser Beitrag steht hier, weil ich die höchste Popularität der Lichtverschmutzung auf "mitreden" als Manipulation verurteile.
Mein Beitrag über Bäume, Instekten, Bienen und Mobilfunk wurde von den Moderatoren gesperrt.
Schauen sie sich einen anderen Beitrag über Mobilfunk und seine Gefahren für Menschen unter
http://www.mitreden-u.de/node/952
Seit 2000 gibt es in Hamburg keine Mückenplagen mehr. Es gibt keine Insekten an den Laternen. Die Bäume werden innen hohl, weil sie nicht bestäubt werden. Sie vertrocknen und müssen abgeholzt werden. Von 2000 bis 2007 d.h. innerhalb von 7 Jahren verkleinerte sich in Hamburg die Population der Spatzen um das vierfache!
Die Ursache sehe ich in der Hochfrequenzstrahlung der Mobilfunkmasten, die seit 2000 sich rasant ausbreiteten. Auch Wissenschaftler sehen als Ursache fürs Verschwinden der Spatzen die elektromagnetischen Felder aus dem Bereich der Hochfrequenz (Hf). Die Mobilfunkstrahlung setzt den Spatzen richtig zu ! Aber nicht nur den Spatzen. Auch Insekten z.B, Mücken überleben die Strahlung nicht. Noch vor paar Jahren konnte man in Hamburg kleine Kästchen für Steckdose in Elektrogeschäften kaufen. Solche Schachteln wenn sie eingeschaltet wurden, strahlten elektromagnetische HF Impulse aus und schützten vor Mücken. Heute braucht man solche Schachteln gegen Mücken nicht mehr. Seit 2000 in Hamburg-Mitte gibt es keine Mücken. Im Sommer in der Nacht auf die Lampen auf den Balkonen fliegen keine Nachtfalter zu ebenso keine Mücken.
Wenn die Menschen weiterhin die Gefahren der Mobilfunkstrahlung nicht verstehen lernen und lassen sich mit "Lichtverschmutzung" manipulieren, dann sterben sie demnächst, wie die Spatzen aus.
mehr auf:
http://iddd.de/umtsno/lebewesen/lebewesen5.htm#hhmi
MfG
Krzysztof Puzyna
Herr Reinboth, Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen. Ich würde sogar noch weiter gehen und den freien Blick auf den Sternenhimmel im Grundgesetz verankern lassen. Das wäre zudem ein Beitrag zum Energiesparen. Meine Forderung als Erstmaßnahme, jede zweite Straßenlaterne gehört sofort ausgeschaltet. Herzlichen Dank für Ihren Beitrag, den leider die wenigsten Menschen verstehen werden, weil sie den Sternenhimmel, geschweige denn die Milchstraße, aufgrund der Lichtverschmutzung nie sehen durften.
Herr Reinboth, Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen. Ich würde sogar noch weiter gehen und den freien Blick auf den Sternenhimmel im Grundgesetz verankern lassen. Das wäre zudem ein Beitrag zum Energiesparen. Meine Forderung als Erstmaßnahme, jede zweite Straßenlaterne gehört sofort ausgeschaltet. Herzlichen Dank für Ihren Beitrag, den leider die wenigsten Menschen verstehen werden, weil sie den Sternenhimmel, geschweige denn die Milchstraße, aufgrund der Lichtverschmutzung nie sehen durften.
In meiner Stadt betreibt eine Diskothek zwei Lichtkanonen. Die Reichweite ist so gewaltig, dass der schräge Lichtstrahl noch in 3 Kilometer Entfernung direkt über mir wahrnehmbar ist. Die Betreiber betrachten das als "Wegweiser" zu ihrem Unternehmen. Wenn Andere auf die Idee kommen, einen solchen Wegweiser anzubringen, dann gibt es bald keine Dunkelheit mehr. Es ist notwendig, solche Anlagen zu verbieten oder in ihrer Reichweite drastisch zu begrenzen.
Als Astronomin freut es mich, dass dieses Thema langsam seinen Weg aus der "Ecke" der Astronomiebegeisterten heraus in den Mainstream findet. Lange hatte man das Gefühl, lediglich Partikularinteressen einer kleinen Gruppe von Menschen zu vertreten, die der eine oder eine sogar für Spinner hielt.
Das scheint sich jetzt zu ändern, vielleicht auch durch den finanziellen Druck, in Städten eine weniger kostenintensive Beleuchtung zu installieren. Trotzdem wird eine Umstellung auf kommunaler Ebene in Anbetracht der Finanzlage der Kommunen wohl noch lange dauern, aber immerhin gibt es zunehmende Gesprächsbereitschaft.
Ich lebe in einem Haus, das gleich von 3 verschiedenen Straßen- und Gehwegelampenreihen beleuchtet wird: Schlafen bei offenem Fenster ist unmöglich. Auch das oft ins Felde geführte Argument der höheren Sicherheit wird damit ad absurdum geführt: die Lampen blenden so stark, daß die Erkennbarkeit von Personen im Außenbereich gesunken ist.
Einfache mechanische Abschirmungen könnten auf effektive Weise solche Lichtverschmutzung verhindern und gleichzeitig die Beleuchtungseffektivität erhöhen. Ein Verbot des Einsatzes unabgeschirmter Lampen (man betrachte sowohl die Sortimente in Baumärkten wie auch viele 'Designer-Lampen' in Städten) würde ebenfalls zu einer Verbesserung der Effektivität von Außenbeleuchtung und damit zur Möglichkeit von Energieeinsparung führen.
Eine drastische Einschränkung der privaten und öffentlichen Lichtver-schmutzung könnte grob abgeschätzt zur S t i l l l e g u n g eines großen
ATOMKRAFTWERKES ausreichen. Die Substitution von ATOM und WKA
behandeln wir im THema Energieversorgung unter "PV u. WIND ruinieren
die deutsche Volkswirtschaft".
DIPL ING THEOBALD
Verfasst von Dr. Frank Gasparini, 17. März 2010 - 22:53
Das Thema erreicht große Bedeutung aufgrund des ständig zunehmenden Ausmaßes der Lichtverschmutung und zahlreicher Negativwirkungen:
- hohe Kosten für Energieaufwendung
- Einfluss auf Tag/Nacht-Rythmus des Menschen
- Hinweise auf Zusammenhänge mit Krebserkrankungen
- Beeinträchtigung nachtaktiver Tiere (Insekten, Vögel, Fledermäuse)
- Verlust der Sichtbarkeit des Sternenhimmels und damit eines der ältesten Kulturerbe. Die Menschheit hat schon immer den Nachthimml beobachtet, um Antworten auf religiöse und philosophische Fragen zu finden. Die praktische Astronomie ist eine der ältesten Wissenschaften. Sie hat den Grundstein der beobachtenden Wissenschaften gelegt, war und ist Grundlage der Zeitrechnung und des Kalenders, prägt das moderne Weltbild. Diese Faszination selbst zu erleben wird zunehmend durch Lichtverschmutzung vereitelt.
Zahlreiche Gründe, die ein schnelles und effiezientes Handeln erfordern.
Als Amateurastronom möchte ich meinen Kindern gerne den Sternhimmel auch aus dem heimischen Garten heraus zeigen können. Leider fällt es immer schwerer, mit bloßem Auge z. B den"Kleinen Bären " bzw. "Kleinen Wagen" zu sehen. Noch schwerer fällt es, diesen auch Anderen zu zeigen.
Ich kann mich dem Eingangsthema voll anschließen.
Vielleicht nochmal zusammenfassend (kein Anspruch auf Vollstaendigkeit):
Negative Auswirkungen der Lichtverschmutzung:
- Energieverschwendung.
- Einfluss auf Tierwelt -- nachtaktive Tiere, Insekten.
- Einfluss auf Tag/Nacht-Rythmus des Menschen.
- Verhinderung von Naturerleben und Verschandelung der Landschaft (Stichwort aggressive Lichtwerbung)
- Verlust des Kulturerbes, das der Sternhimmel darstellt.
Strategien zur Eindaemmung:
- Begrenzung der Beleuchtung in der Raumdimension: Nur dorthin abstrahlen, wo unbedingt beleuchtet werden muss.
- Begrenzung in der Zeitdimension: Nur dann beleuchten, wenn es Sinn macht. An Orten geringer Nutzerfrequenz Licht auf Nachfrage. Gaengiges Beispiel PIR-Sensor an der Beleuchtung einer Hofeinfahrt.
- Begrenzung im Spektrum: Kurzwelliges Licht streut bei Nebel mehr und es stoert nachtaktive Tiere am meisten.
- Abstimmung der Beleuchtung auf das Auge: Das Auge ist von der Evolution her darauf getrimmt, sich der Dunkelheit anzupassen. Eine taghelle Beleuchtung ist nicht notwendig. Auch sollten Beleuchtungskoerper nicht direkt in die Augen scheinen, da das Auge dann aufgrund der Blendwirkung die Retina zumacht und genau das Gegenteil von dem erreicht wird, was die Beleuchtung eigentlich bezwecken sollte.
Gaengige Misskonzeptionen:
- Nein, wer gegen Lichtverschmutzung ist, will nicht alle Lichter ausknipsen und uns ins "finstere Mittelalter" verfrachten.
- Und dass laestige Insekten an der Lampe verenden, ist ein Problem fuer uns Menschen. Einerseits werden die Insekten der Nahrungskette entzogen, andererseits gibt es rein praktische Probleme wie die haeufigere Reinigung von Beleuchtungsanlagen.
- Lichtverschmutzung interessiert nicht nur Astronomen. Die astronomische Beobachtung ist allerdings ein sehr empfindlicher Indikator fuer Umwelteinfluesse, und deswegen waren Astronomen die ersten, die auf dieses Problem aufmerksam wurden.
Vielleicht liest das hier ja ein politischer Entscheidungstraeger (wishful thinking) aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben. Ich wuerde gern an einem Gremium mitwirken, das ein Gesetz zur Eingrenzung der Lichtverschmutzung formuliert. Allerdings muss dieses Gesetz auch eine Hebelwirkung zur Umsetzung bekommen, damit es nicht so ein zahnloser Tiger bleibt wie der "Clean Neigbourhoods Act" hier in England ...
Dieser Lichtwahn und seine Auswüchse insbesondere bei angeblichen ÖkoHausnummernschildern ist überdeutlich. Wer immer meint, schraubt sich diese Lichtquellen überall im Garten hin, meinend es handele sich ja um Solarenergie - der Schaden für die Tierwelt ist immens!!! Leider meint Tobi im Kommentar v.08032010 es sei die Lichtinstallation auf dem Lande zu hoch oder erhöht worden. Das weise ich mit Fug und Recht zurück! In vielen kleineren Gemeinden ist die öffentliche Sicherheit gefährdet, denn es gibt meist ab 22Uhr nur noch vereinzelte Orientierungsstraßenlampen - für Fußgänger eine Katastrophe, was die Sicherheit angeht. Zunächst wäre der größte Effekt zu erzielen, wenn endlich mehr auf den Lichtsmog hingewiesen würde und die Folgen für Mensch und Tier - dadurch würden sich sicherlich viele Effekte eindämmen lassen, da die 'Ausleuchter' als Umweltsünder erkannt werden würden.
Ich finde den Beitrag von Christian Rinboth zum Thema Lichtverschmutzung absolut treffend und möchte seine Forderung unterstreichen und unterstützen.
Lichtverschmutzung hat wirklich enorme Ausmaße angenommen und sich in meinen Augen zu einem echten Problem entwickelt. Leider erfährt sie bisher kaum Beachtung.
Durch ein entsprechendes Gesetz könnte sie sehr leicht nicht nur begrenzt, sondern sogar reduziert und dadurch Energie gespart werden.
Reduce Light Pollution & Save Energy
In Berlin wird der Himmel in den letzten Monaten in manchen Nächten gar nicht mehr richtig dunkel... besonders wenn es stark bewölkt ist, "scheint" er unnatürlich, als ob von oben beleuchtet ... seehr merkwürdig!
Hallo, auch ich untersütze die Aktion! Es ist dringend notwendig die Lichtverschmutzung bekannt zu machen und zu vermindern. VG
Inzwischen ist die Lichttechnik ein so komplexes Themengebiet geworden, dass es einer Fachplanung mit einer gesetzlichen Grundlage bedarf. Waren früher nur die Hauptverkehrsstraßen ausgeleuchtet, werden inzwischen selbst Privatgärten die Nacht über hell beleuchtet. Die Wechselwirkungen mit der Umwelt sind dabei sehr vielfältig und spielen auf Grund der starken Zunahme immer mehr eine wichtige Rolle: Zum Beispiel können Zugvögel durch die Beleuchtung iritiert werden und beleuchtete Plätze als Landeplätze ansehen, Insekten werden durch die Beleuchtung angelockt, welches zu einer Vermehrung der entsprechenden Jäger (Spinnen etc.) führen kann, astronomische Beobachtungen werden dadurch stark eingeschränkt oder unmöglich...
Durch eine intelligente und gezielte Nutzung kann diesen Problemem begegnet werden, ohne auf z. B. die Sicherheit verzichten zu müssen. Durch entsprechende LED-Technik lassen sich z. B. Straßen heute so ausleuchten, dass ein Großteil des Lichtes die Straße gleichmäßig und somit effektiver beleuchtet und nicht Licht unnütz in den Himmel gelenkt wird.
Und eine gezielte Nutzung spart Energie und ist somit ein weiterer Pluspunkt.
Entsprechende Techniken gibt es bereits, jedoch ohne eine gesetzliche Grundlage wird es wahrscheinlich zu keinen großen Ergebnissen kommen.
Und damit die Insekten auch im Ländlichen Raum eine Chance haben, bitte meinen Beitrag unterstützen:
Biodiversität braucht einen Preis!!!
Alle reden von Energiesparen,CO2, Klimagipfel.
Dabei wird sinnlos Energie verschwendet für sinnloses anstrahlen von Bauwerken usw. unter dem Deckmantel Kunst. Nichts gegen Kunst, aber auf Kosten der Umwelt. Ein schöens Bauwerk braucht nicht angestrahlt werden.
Strassenlaternen die ganze Nacht brennen lassen, wofür?? Energie, die spare, bruache ich nicht erzeugen, produziere auch kein CO2.
Mit den negativen Auswirkungen der übertriebenen (!) nächtlichen Beleuchtung wird es sich verhalten wie mit den anderen Belastungen wie Lärm, Feinstaub und FCKW: Wenn erst die Spätfolgen zweifelsfrei jedem einsichtig sind, wird es schwierig werden, wieder auf ein normales, vernünftiges Maß zurück zu finden. Deshalb sollten wir diesmal klüger sein, die ersten Warnzeichen erkennen und entsprechend handeln. Die Erfindung effizienterer Leuchtmittel wie LEDs darf nicht zu noch mehr Lichtwahnsinn führen, sondern wir müssen den Austausch der bisherigen Leuchten als Gelegenheit nutzen, Licht gezielter einzusetzen, ohne den Himmel nutzlos zu erhellen. Bewegungsmelder um Gebäude erhöhen sogar die Sicherheit, da deren Einschalten direkt auf anwesende Personen hindeutet. Und nur nach unten strahlende Straßenleuchten bedingen keinerlei Nachteile.
Abgesehen von den Auswirkungen auf Menschen und Tiere ist das Überstrahlen des Sternenhimmels, der schon unseren Vorfahren nachts mit seinen Sternbildern den Weg zeigte, auch ein kultureller Verlust.
Deshalb meine volle Unterstützung !
Meine volle Unterstützung für diese Initiative. In der heutigen Zeit sollte man die kostbare Energie sinnvoll nutzen und nicht wie zum Beispiel, menschenleere Straßen die ganze Nacht zu beleuchten.
Helmut Sedlatschek
Eine Eindämmung dieses Wahnsinns ist schon längst überfällig. Seit einigen Jahren wird ab 23 Uhr ein Teil der Beleuchtung abgeschalten. Eine Reduzierung auf 50% wird immer behauptet. Die Wahrheit ist aber eine Reduzierung von 200% auf 100%, denn die Dichte der Straßenbeleuchtung besonders im ländlichen Bereich hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Bei einem Lampenabstand von 50m früher war der Verlauf der Straße einwandfrei zu sehen. Heute stehen die Funzeln kaum 20 m auseinander. Ich sehe dies als eine Belästigung mindestens gleichwertig wie Lärmbelästigung. In allen andern Punkten schließe ich mich den Vorrednern an.
Als MItglied eines Astronomievereins berührt mich dieses Thema natürlich besonders im Hinblick auf die Beobachtung des Sternenhimmels. In meiner Gegend, dem Rhein-Neckar-Dreieck sind meistens nur die hellsten Sterne zu sehen. Besucher unserer Sternführungen kennen meistens kein einziges Sternbild aus eigener Anschauung. Die Milchstraße ist den meisten unserer Besucher völlig unbekannt.
Die Nacht ist bei uns so hell, dass man eigentlich kein Licht benötigt, um als Fußgänger oder Radfahrer nachts über die Felder zu gehen oder zu fahren. Über jeder Ortschaft wölbt sich eine weithin sichtbare Lichtglocke und macht die Nacht zum Tage und ertränkt das Licht der Sterne.
Schade eigentlich, denn der Sternenhimmel übt auf alle Menschen, die ich kenne eine große Faszination aus.
Ich würde mir wünschen, dass diesem Lichtwahnsinn ein Ende bereitet wird.
Lieben Gruß aus Waghäusel
Hallo,
ich frage mich, wie lange es dauert bis im gesellschaftlichen und politischen Bewusstsein das Recht auf "Dunkelheit" endlich den Stellenwert erhält, die dem Recht auf Licht schon lange gewährt werden. Stellt euch vor, man würde einem Häuslebesitzer die Fenster zu bauen, so dass er im Dunklen sitzen müsste. Er würde sich auf seine Rechte zum Zugang auf Tageslicht berufen. Wenn aber Nachbarn, Gemeinden und vor allem Gewerbetreibende die Nacht zum Tag machen, dann versagt das umgekehrte Recht auf Dunkelheit, auf unversehrtem Nachthimmel.
Anscheinend muss erst ein Großteleskop für zig Millionen gebaut werden, damit entsprechende Verordnungen für Dunkelheit in der Umgebung sorgen, wie auf La Palma, Chile oder Hawaii.
Ich frage mich, wie man der Jugend einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur erklären will, wenn man den Blick darauf in grellen "Neonfarben" hält. Oder gibt es diese Natur nur tagsüber?
Gruß
Es ist dringend notwendig die Lichtverschmutzung bekannt zu machen und zu vermindern.
Bitte denkt dabei nicht nur an die "großen" Verschmutzer wie Straßenbeleuchtung, Skybeamer etc., sondern auch an die vielen kleinen Verschmutzer wie die nächtelange Beleuchtung von (Einfamilien-)Hauseingängen, Gärten usw.
Lieber Ratio,
ich lese die Beiträge zum Thema Lichtverschmutzung erst jetzt und möchte zum Ausdruck bringen, dass ich ine Einschränkung der zunehmenden Lichtwerbung, insbesondere durch Skybeamers, unterstütze.
Daher beziehe ich mich aus gegebenem Anlass auf deinen Beitrag als illkommenen Anlass, ohne ich von seiten der Astro-Freunde, zu denen ich auch zähle, ngreifen zu wollen. Ich möchte nur weiter erhellen.
Ich selbst wohne im Ruhrgebiet, z. Z. der Kulturhauptstadt, wo auch nicht die Bürgersteige hochgeklappt werden. Um meinem Astrohobby zu frönen und zur Beobachtung mit meinen Schülern habe ich in 140 km Entfernung im Sauerland meine eigene Beobachtungsstation und muss erleben, wie selbst dort ein einziger Sybeamer einer Disco im Umkreis von 20 km den Himmel aufhellt (zum Glück nicht ständig in Betrieb, da hoffentlich energieschluckend und sehr teuer für den Betreiber. So weit kann man als Großstädter gar nicht entfliehen, um ins Dunkle zu kommen: Ein Beamer und im Umkreis von 20 km ist der Himmel "versaut". Wie wenige braucht es davon, um den Himmel über Deutschland komplett aufzuhellen. Wir Sterngucker sind durchaus bereit, auszuweichen, doch es ärgert ungemein, wenn die letzten uns verbliebenen Ecken durch einen Skybeamer auch noch aufgehellt werden.
Gruß,
Hubi
Ich bin auch SEHR für diesen Vorschlag, denn man kann als Astrofan (zu denen ich mich auch zähle) heutzutage nur noch sehr schlecht beobachten.
Ich Milchstraße ist eigentlich gar nicht mehr sichtbar
Ich stimme Astro-Siggi zu : Wir brauchen ein Gestz gegen Lichtverschmutzung und einen Rechtsanspruch auf eine dunkle Nacht.
Gerne unterstütze ich auch diese Initiative. Selbst die Gemeinden haben inzwischen das Problemerkannt. Ich war mal bei uns auf dem Rathaus und habe bemängelt, dass die Straßenlampen inzwischen so grell sind und so hoch montiert werden, dass sie ins Schlafzimmer scheinen und ein natürliches einschlafen und aufwachen mit Sonnenauf- und Untergang (wenn die Zeiten mal passen) nicht mehr möglichist. Darauf wurde mir gesagt, dass ich nicht der Einzige bin, der sich darüber beschert, aber es fehle eine rechtlich handhabe.
Wir brauchen ein Gesetz gegen Lichtverschmutzung und einen Rechtsanspruch auf eine dunkle Nacht.
Viele Grüß Siggi
@ratio: Mit seinen 75.000 Einwohnern ist Rheine zwar kein Dorf, lässt sich aber natürlich nicht mit Berlin vergleichen. Nur zeigt ja aber zum einen selbst eine Studie, die in einer Weltmetropole wie London durchgeführt wurde, dass der Zusammenhang zwischen Licht und Sicherheit nicht so stark ist, wie dies vielfach angenommen wird, zum anderen geht es bei der Minimierung der Lichtverschmutzung doch auch keineswegs darum, sämtliche Straßen in völlige Dunkelheit zu tauchen, sondern eher darum, intelligenter, energiesparender und umweltverträglicher zu beleuchten.
So geben beispielsweise die sogenannten "Kugelleuchten", die sich noch in vielen Städten finden, einen Großteil ihres Lichts direkt nach oben ab und tragen damit herzlich wenig zur öffentlichen Sicherheit bei. Auch Skybeamer und andere Formen der Lichtwerbung dürften die Sicherheit in keinster Weise beeinflussen. Viel wäre schon gewonnen, wenn Straßenlampen nur noch mit einer entsprechenden Abschirmung nach oben in den Verkehr gebracht werden dürften - das Beleuchtungsniveau auf der Straße würde von einer solchen Maßnahme nicht beeinträchtigt. Auch ist es meiner Ansicht nach nicht einzusehen, warum es beispielsweise einer Diskothek gestattet sein sollte, den Nachthimmel als kostenfreie Werbefläche zu nutzen - schließlich würde man auch keinem Unternehmen gestatten, den Marktplatz stundenlang mit Werbejingles zu beschallen oder mal eben den örtlichen Fluss in den Firmenfarben einzufärben. Auch in dieser Hinsicht könnte der Gesetzgeber viel tun, ohne dass es die Sicherheit - oder auch nur das Sicherheitsgefühl - irgendwie beeinträchtigen würde...
Vielleicht noch ein Anhaltspunkt. Ich sehe sehr oft, dass z.B. in Baumaerkten Flutlichtstrahler verkauft werden, die schon auf dem Packungsbild falsch ausgerichtet sind. Diese Strahler sollten zur Ausleuchtung z.B. einer Terrasse exaxt nach unten gerichtet werden, nicht in die Horizontale. Wie kann man von einem beleuchtungstechnisch Unkundigen erwarten, das Geraet vernuenftig anzubringen, wenn (a) das Bild auf der Verpackung ein schlechtes Beispiel abgibt und (b) kein Wort ueber die korrekte Ausleuchtung in der Anleitung steht ?
In England gibt es seit einigen Jahren den "friendly neighbourhoods act", in dem festgelegt ist, was an Wechselwirkung zwischen Grundstuecken erlaubt ist und was nicht. Richtet ein Nachbar seinen Scheinwerfer so aus, dass er in den meinen Garten faellt, dann ist er rechtlich verpflichtet, das durch eine andere Ausrichtung abzustellen. Zwar ist das Gesetz meist ein zahnloser Tiger, aber es zeigt doch einen Anfang von Problembewusstsein.
Hier wird ja meist von der Strassenbeleuchtung gesprochen. Es ist sicher wichtig, hier Richtlinien einzufuehren. Darueberhinaus muss aber das private Beleuchten geregelt werden. Die schlimmsten Quellen von Lichtverschmutzung sind ja z.B. Gewerbebetriebe, deren Haustechniker offenbar nicht wissen, was sie tun wenn sie die Scheinwerfer der Gebaudeaussenbeleuchtung anbringen. Wie oft blenden diese mehr als dass sie nuetzen. Bei Nebel laesst sich sehr schoen erkennen, wer sich bei der Installation der Scheinwerfer Gedanken gemacht hat und wer nicht. Leider bildet die letztere Gruppe noch die Mehrheit - wobei ich keine Boshaftigkeit unterstelle, sondern mangelndes Problembewusstsein.